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Burnout-Therapie: Autogenes Training & Coaching

Weitere Therapieempfehlungen

Wie im ersten Teil erwähnt, muss Burnout nicht immer mit einer Psychotherapie behandelt werden. Oft genügt es, z.B. den Umgang mit Stress zu verbessern oder durch Coaching den Ausweg aus einer beruflichen Sackgasse zu finden.

Autogenes Training

Ähnlich wie bei der Hypnose wird beim autogenen Training (mehr im Psychomeda-Lexikon der Psychologie) versucht, durch suggestive Formeln auf Körperfunktionen und Gefühle einzuwirken. Dazu lernen und üben die Teilnehmer die suggestiven Formeln so lange, bis sie vollkommen automatisiert sind und auch in stressreichen Situationen eingesetzt werden können, etwa um sich selbst zu beruhigen. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass es mit Hilfe dieser erlenten Formeln gingt, sogar den Blutdruck in stressigen Situationen zu senken und Angstgefühle zu beherrschen. Autogenes-Training-Kurse werden von den meisten Krankenkassen bezuschusst und in vielen Orten angeboten.

Die Grundstufe des autogenen Trainings umfasst sechs Übungen:

  • Erleben der Schwere: "Der rechte Arm ist ganz schwer" usw.
  • Erleben der Wärme: "Beide Arme sind ganz warm" usw.
  • Herzregulierung: "Das Herz schlägt ruhig und kräftig" usw.
  • Atmungsregulierung: "Die Atmung ist ruhig und geleichmäßig" usw.
  • Bauchwärme: "Der Bauch ist strömend warm" usw.
  • Stirnkühlung: "Die Stirn ist angenehm kühl" usw.

Erst nachdem die Übungen der Grundstufe gut beherrscht werden, werden auf der Mittelstufe formelhafte Vorsätze eingeübt, z.B.:

  • "Ich bleibe ruhig und gelassen"
  • "Ich kann es schaffen / ich kann dan"
  • "Ich finde einen Weg"

Die Vorsatzformeln sollten kurz, prägnant und positiv formuliert sein. Manchmal werden jedoch auch negative Vorsatzformeln eingesetzt, z.B. "Ich will nicht rauchen".

Der Erfolg des autogenen Trainings zeigt sich darin, dass die automatisierten Formeln in stressigen Situationen abgerufen werden können und die gwünschte Wirkung haben.

Coaching

Coaching (mehr im Psychomeda-Lexikon der Psychologie) wird von vielen größeren Unternehmen angeboten. Coaching ist ein Beratungsansatz, der unterschiedliche Methoden der Psychologie aufgreift, um das Potential von Mitarbeitern zu fördern und Burnout vorzubeugen. Dazu werden im Unternehmen spezielle Coaches ausgebildet, die mit dem Burnout-Betroffenen konkrete Maßnahmen planen und die Umsetzung über einen längeren Zeitraum begleiten. Sie versuchen den Burnout-Betroffenen quasi aus der Krise zu coachen.

Methoden des Coaching sind z.B.

Qualifizierte Coaches finden Sie in unserer Therapeutendatenbank. Coaches anzeigen...

Besonders erfolgreich sind Tipps zur Selbstmotivation, die Rahmen eines Coachings diskutiert und geübt werden können. Selbstmotivations-Tipps werden beispielsweise auch von Spitzensportlern vor wichtigen Wettkämpfen eingesetzt. Tipps zur Selbstmotivation (Psychomeda-Blog)...

Sport

Die positive Wirkung von Sport sollte nicht unterschätzt werden. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen konnten, dass sich Sport nicht nur förderlich auf die Gesundheit und körperliche Fitness auswirkt, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern und depressive Symptome deutlich verbessern helfen kann. Empfohlen sind zwei bis drei Mal pro Woche leichte sportliche Aktivitäten (Walken, Fahrradfahren, leichtes Joggen) im Umfang von 20 bis 30 Minuten.

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