Wie kann ich meinem Mann begreiflich machen, dass es um den Schutz unseres Kindes geht?
Murmelchen (w, 28) aus Bad Waldsee : Hallo,
Mein Mann und ich stecken in einer Krise. Mein Mann ist ex Raucher, seine Eltern & meine Eltern rauchen auch & das sogar in der Wohnung. Es wurde eine zeitlang (1-4 Wochen)in der Wohnung meines Mannes geraucht. Er ist seit über einem Jahr jetzt Nichtraucher.
Aber natürlich mache ich mir Gedanken wegen den Möbeln, Werkzeug, Unterlagen etc. Klar, Möbel kann man abwischen, beim Werkzeug wird es schon schwieriger & bei den Unterlagen unmöglich.
Jetzt hat mein Mann Unterlagen rausgeholt, die ja auch in der Wohnung waren, wo geraucht wurde & Briefe enthalten aus dem Haushalt der Eltern. Er hat den Ordner auf die Couch & auf seinen Schoß gelegt. Nach dem Wegräumen hat er sich nicht die Hände gewaschen, sondern Türklinken, Handy, Kühlschrank etc. angefasst.
Ich habe halt die Angst, dass er noch Nikotin etc. an den Händen hat & diese so in der Wohnung verteilt!
Allerdings nutze ich die Möbel etc., das heißt ich würde dort auch reinfassen & meinen Sohn hinterher damit berühren! Der eh fast 24 Stunden bei mir ist,da man ihn kaum ablegen kann!
Ich finde, man muss solche kalkulierbare Gefahr nicht eingehen, mein Mann meint das wäre alles übertrieben. Ich kann nicht jeden Tag die komplette Wohnung putzen, nur damit ich nicht irgendwo reinfasse, wo er wieder irgendwas verunreinigt hat .
Wir sind derweil soweit, dass es für uns keinen Sinn mehr macht, zusammen zu leben.
Wie sehen Sie diese Situation? Kann man ihm begreiflich machen, dass er vorsichtiger mit solchen Sachen umgeht zum Schutz unseres Kindes?
Mein Mann und ich stecken in einer Krise. Mein Mann ist ex Raucher, seine Eltern & meine Eltern rauchen auch & das sogar in der Wohnung. Es wurde eine zeitlang (1-4 Wochen)in der Wohnung meines Mannes geraucht. Er ist seit über einem Jahr jetzt Nichtraucher.
Aber natürlich mache ich mir Gedanken wegen den Möbeln, Werkzeug, Unterlagen etc. Klar, Möbel kann man abwischen, beim Werkzeug wird es schon schwieriger & bei den Unterlagen unmöglich.
Jetzt hat mein Mann Unterlagen rausgeholt, die ja auch in der Wohnung waren, wo geraucht wurde & Briefe enthalten aus dem Haushalt der Eltern. Er hat den Ordner auf die Couch & auf seinen Schoß gelegt. Nach dem Wegräumen hat er sich nicht die Hände gewaschen, sondern Türklinken, Handy, Kühlschrank etc. angefasst.
Ich habe halt die Angst, dass er noch Nikotin etc. an den Händen hat & diese so in der Wohnung verteilt!
Allerdings nutze ich die Möbel etc., das heißt ich würde dort auch reinfassen & meinen Sohn hinterher damit berühren! Der eh fast 24 Stunden bei mir ist,da man ihn kaum ablegen kann!
Ich finde, man muss solche kalkulierbare Gefahr nicht eingehen, mein Mann meint das wäre alles übertrieben. Ich kann nicht jeden Tag die komplette Wohnung putzen, nur damit ich nicht irgendwo reinfasse, wo er wieder irgendwas verunreinigt hat .
Wir sind derweil soweit, dass es für uns keinen Sinn mehr macht, zusammen zu leben.
Wie sehen Sie diese Situation? Kann man ihm begreiflich machen, dass er vorsichtiger mit solchen Sachen umgeht zum Schutz unseres Kindes?
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Murmelchen,ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Ihr Mann ist der Meinung, dass Sie als Mutter übertrieben auf die Verunreinigung mit Nikotin in Ihrer Wohnung reagieren. Sie wollen jedoch Ihr Kind schützen und finden, dass Ihre Sorge berechtigt ist und wünschen sich, dass er dies genauso empfindet und darauf achtet.
Beide Meinungen stehen sich gerade unversöhnlich konfrontativ gegenüber, ohne dass momentan eine Annäherung oder ein Verständnis füreinander möglich ist. Aus meiner Sicht spiegelt dieser Konflikt eine Problematik in Ihrer Beziehung wider, die vermutlich tiefer geht und ihre ursprüngliche Entwicklung schon viel früher nahm.
Falls Sie als Paar langfristig zusammen bleiben möchten, würde ich Ihnen empfehlen, diesen Beziehungskonflikt im Rahmen einer Paarberatung genauer anzuschauen und sich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Verhärtete Fronten in der Kommunikation weisen meist darauf hin, dass es eine Störung im gegenseitigen Vertrauen gibt, die es in Folge unmöglich macht, sich in den Partner einzufühlen oder Kompromisse einzugehen. Diese Störung gilt es heraus zu arbeiten und aufzulösen.
Doch zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie noch die Kraft und Ausdauer für diesen Prozess haben und auch klären, ob ihr Mann dazu bereit wäre.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und berate Sie gern auch weiterführend, wenn Sie es möchten.
Viele Grüße
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
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