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Burnout-Symptome

Burnout beschreibt einen Erschöpfungszustand, der viele Symptome haben kann. Geprägt wurde der Begriff von dem deutschstämmigen Psychoanalytiker Herbert J. Freundenberger. Freudenberger hatte beobachtet, dass ein außergewöhnliches berufliches und soziales Engagement (Helfersyndrom) in Verbindung mit einer hohen Arbeitsbelastung bei Ärzten und Krankenschwestern nach einiger Zeit zu totalen Erschöpfungszuständen führen kann. Später wurde das Burnout-Syndrom auch für andere Berufsgruppen beschrieben.
Zu den häufigen Symptomen von Burnout zählen:
  • stark verminderte Leistungsfähigkeit
  • anhaltende emotionale Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Antriebslosigkeit, fehlende berufliche Motivation
  • Lustlosigkeit
  • Müdigkeit und Schlaflosigkeit
  • Zynismus
  • sozialer Rückzug
  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen
Unbehandelt kann sich ein Burnout-Syndrom zu einer klinischen Depression entwickeln und zur Berufsunfähigkeit führen.

Erste Warnsignale

Bei diesen ersten Anzeichen von Burnout sollten Sie hellhörig werden und gegensteuern:
  • ständiges Gefühl, unter Strom zu stehen
  • Unwohlsein bei dem Gedanken an die Arbeit
  • ständiges Denken an die Arbeit
  • das Gefühl, nicht mehr abschalten zu können
  • das Gefühl, dass die Arbeit sinnlos ist
  • das Gefühl, nicht mehr zu können
Charakteristisch für das Burnout-Syndrom ist ein anfänglich außergewöhnliches berufliches Engagement, das unter hoher Arbeitsbelastung zu einem Zustand emotionaler Erschöpfung führt. Das Burnout-Syndrom betrifft vor allem soziale Berufe (Ärzte, Lehrer, Pfleger), die viel mit Menschen zu tun haben. Aber auch andere Berufsgruppen, wie z.B. Manager können betroffen sein. Nach neueren Studien sind etwa ein Drittel der Ärzten und Schwestern von Burnout betroffen. Laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung sollen bei Managern in Deutschland sogar zwei Drittel unter Burnout leiden. Allein die Techniker Krankenkasse verzeichnet pro Jahr etwa zehn Millionen Krankheitstage auf Grund von Burnout-Symptomen.
Zur Untermauerung der Diagnose wird meist der MBI-Test von Christina Maslach eingesetzt (MBI - Maslach Burnout Inventory). Eine deutsche Online-Vollversion des Maslach Burnout Inventory Burnout-Tests können Sie hier auf Psychomeda durchführen...
Im ICD10 wird das Burnout als "Ausgebranntsein" unter dem Code Z73.0 verzeichnet.

Burnout oder Boreout?

Während Burnout durch eine hohe Arbeitsbelastung entsteht, handelt es sich bei Boreout um einen Zustand innerlicher Unzufriedenheit und Demotivation aufgrund von Langeweile und fehlender Anerkennung. Boreout-Betroffene versuchen jedoch nicht, ihre Situation zu ändern, sondern geben sich oft noch übermäßig beschäftigt - obwohl sie schon längst innerlich gekündigt haben.
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