Mythen der Psychologie: Mozart fördert die Intelligenz
In dieser kleinen Serie geht die Psychomeda-Redaktion den Alltags-Mythen der Psychologie auf den Grund. Diesmal geht es um den verbreiteten Glauben, dass das Hören von Mozart-Musik die Entwicklung der Intelligenz bei Kindern fördert. - von Psychomeda-Redaktion, Oct 2015
Macht Mozart intelligenter?

Die Behauptung wurde von F. H. Rauscher aufgestellt. In einer Studie von 1993 verbesserte sich der IQ von Studenten, nachdem sie 10 Minuten den Klängen Mozarts gelauscht hatten. Dieses Phänomen wurde in den USA unter dem Namen "Mozart-Effekt" schnell populär und vermischte sich mit der Behauptung, dass die musikalische Früherziehung von Kindern ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Intelligenz ausüben kann.
Nur kleine Unterschiede
Nun haben Psychologen der Wiener Universität 40 Studien zum Mozart-Effekt ausgewertet und zusammengefasst. Anders als es in der Presse derzeit dargestellt wird, kommen Sie allerdings nicht zu dem Schluss, dass es keinen Effekt gibt. Der Effekt ist nur sehr klein und er gilt auch nicht nur für Mozart. Zusammenfassend kann man sagen: Es gibt keinen Mozart-Effekt, wohl aber einen Musik-Effekt - auch wenn der sehr klein ist.Quellen
Rameder, Eva-Maria (2008) Auf der Suche nach dem Mozart-Effekt. Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Psychologie.Adrian Bangerter, Chip Heath: The Mozart effect: Tracking the evolution of a scientific legend PDF.
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