Meine Partnerin hört Stimmen und wird emotional immer instabiler
Horsti (m, 30) aus Köln:
Hallo,
meine Partnerin (31) wurde in den letzten Jahren emotional anfälliger. Sie regt sich bei Auseinandersetzungen sehr auf. Bei einem Streit (vor über einem Jahr) sagte sie, dass sie Stimmen im Kopf hört (negative). Diese sind bis heute nicht weg. Wenn sie sich aufregt werden sie so laut, dass sie mich dann nicht mehr hören kann. Sonst sind sie relativ leise.
Bei Belastungen wie Streits entwickelt sie Sprachstörungen (stottern), ihre Hände zittern (was nach ein oder zwei Tagen i.d.R. wieder verschwindet), sie erkennt keine Schrift (wie bei einem Migräne-Anfall), kann sich an Absprachen von vor ein oder zwei Tagen nicht erinnern. Wir telefonieren, sie legt auf und wenn ich zurück rufe sagt sie 'ich dachte wir hätten uns verabschiedet'. Haben wir nicht. Wir streiten uns nicht öfter als andere Paare, aber sie wird immer weniger belastbar. Ihre Familie gibt ihr keinen Rückhalt, es gab oft Ärger mit den Eltern, unsere Beziehung ist durch Verlustängste ihrerseits geprägt, sie ist ein misstrauischer Mensch ohne Selbstbewusstsein der oft enttäuscht wurde.
Diese körperlichen Symptome sind innerhalb der letzten ein / anderthalb Jahre schlimmer geworden. Ich befürchte, dass sie zum Pflegefall wird, wenn das so weiter geht. Welchen Arzt sucht man auf? Psychologen konnten keine Besserung hervor rufen. Die reden über Probleme und dann fühlt sie sich noch schlechter. Ein Neurologe konnte nicht helfen. An wen kann man sich noch wenden? Was kann ich tun?
Hallo,
meine Partnerin (31) wurde in den letzten Jahren emotional anfälliger. Sie regt sich bei Auseinandersetzungen sehr auf. Bei einem Streit (vor über einem Jahr) sagte sie, dass sie Stimmen im Kopf hört (negative). Diese sind bis heute nicht weg. Wenn sie sich aufregt werden sie so laut, dass sie mich dann nicht mehr hören kann. Sonst sind sie relativ leise.
Bei Belastungen wie Streits entwickelt sie Sprachstörungen (stottern), ihre Hände zittern (was nach ein oder zwei Tagen i.d.R. wieder verschwindet), sie erkennt keine Schrift (wie bei einem Migräne-Anfall), kann sich an Absprachen von vor ein oder zwei Tagen nicht erinnern. Wir telefonieren, sie legt auf und wenn ich zurück rufe sagt sie 'ich dachte wir hätten uns verabschiedet'. Haben wir nicht. Wir streiten uns nicht öfter als andere Paare, aber sie wird immer weniger belastbar. Ihre Familie gibt ihr keinen Rückhalt, es gab oft Ärger mit den Eltern, unsere Beziehung ist durch Verlustängste ihrerseits geprägt, sie ist ein misstrauischer Mensch ohne Selbstbewusstsein der oft enttäuscht wurde.
Diese körperlichen Symptome sind innerhalb der letzten ein / anderthalb Jahre schlimmer geworden. Ich befürchte, dass sie zum Pflegefall wird, wenn das so weiter geht. Welchen Arzt sucht man auf? Psychologen konnten keine Besserung hervor rufen. Die reden über Probleme und dann fühlt sie sich noch schlechter. Ein Neurologe konnte nicht helfen. An wen kann man sich noch wenden? Was kann ich tun?
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Hallo Horsti,vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich kann verstehen, dass Sie sich sehr um Ihre Partnerin sorgen. Die von Ihnen beschriebenen Symptome deuten auf eine ernsthafte psychische Erkrankung hin. Ich kann im Rahmen dieser Online-Beratung keine Diagnosen aussprechen, deshalb sollten Sie mit Ihrer Partnerin bald einen Facharzt für Psychiatrie und Psychosomatik aufsuchen, das wäre dann der zuständige Facharzt.
Ein Neurologe ist für neurologische Erkrankungen zuständig. Mein Eindruck ist, dass das auf Ihre Partnerin nicht zutrifft, denn ihre Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie die Gedächtniseinschränkungen resultieren aus der emotionalen Belastung und Überforderung und nicht aus einer grundsätzlich neurologisch bedingten Erkrankung. Es wundert mich allerdings, dass man Ihre Partnerin nicht längst an einen Facharzt für Psychiatrie weiter verwiesen hat.
Dass Psychologen keine Besserung hervorrufen konnten, zeigt, dass sich die Erkrankung Ihrer Partnerin zunächst nicht mit einer Psychotherapie behandeln lässt, sondern sie eher noch verschlimmert. Deshalb sollte wahrscheinlich erstmal eine stabilisierende, medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. Das wird dann auch der Facharzt entscheiden.
Als Partner und Angehöriger würde ich Ihnen außerdem empfehlen, Kontakt zum Sozialpsychiatrischen Dienst Ihrer Stadt aufzunehmen. Sie können sich dort beraten lassen, wie Sie Ihre Partnerin am besten unterstützen können und welche Hilfsangebote es noch gibt.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partnerin alles Gute und dass Sie bald kompetente Hilfe an Ihrer Seite haben werden.
Mit herzlichem Gruß
Anke Wagner
-Heilpraktikerin f. Psychotherapie -
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Sehr hilfreich. Ich bedanke mich vielmals :)




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