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Mein Leben ist dir reinste Hölle, wie kann es mir endlich wieder besser gehen?

rosi (w, 64) aus oberkrämer: guten tag, seit jahren sind die tore der hölle für mich geöffnet. ich leide unter starkem reizdarm syndrom und habe 2.3 mal pro woche durchfall, erbrechen, übelkeit ohne körperlichen befund. dazu kommen nun starke weinkrämpfe, die ich nicht stoppen kann. meine ärztin meinte, nach meiner vorgeschichte wäre es kein wunder, daß ich krank sei. auch die situation zu meiner mutter ist nicht die beste uznd je älter ich werde, destomehr rede ich von der vergangenheit, die ich anscheinend nicht bewältigt habe. derzeit bin ich auch bei einer heilpraktikerin. aber ohne therapie sehe ich für mich keine chance auf einer besserung meiner lebensqualität. ich bin durch diese dauernden 'attacken' an der grenze meiner belastbarkeit angelangt. ohne meinen mann wüßte ich nicht, was ich getan hätte. jetzt sind sie dran. was kann ich tun, damit es mit endlich endlich wieder besser oder sogar gut geht?

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe verzweifelte Rosi,

beim Lesen Ihrer Zeilen wurde ich richtig atemlos. Es ist wirklich sehr belastend, was Sie schreiben und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie nur noch den einen Wunsch haben, dass es endlich aufhören möge! Eine gute Hilfe und Rückhalt ist da Ihr Mann, der fest zu Ihnen hält.

Sie sind ja nun schon fast im Rentenalter und haben Ihre Mutter noch. Vielleicht macht Ihnen das zusätzlich Druck, dass Sie gerne noch das Verhältnis zu ihr verbessern möchten, bevor sie stirbt und nicht wissen, wie es gehen soll. Über Ihr Leben schreiben Sie wenig, aber doch auch Vieles. Es scheint mir ziemlich anstrengend gewesen und noch zu sein. Evtl. sind traumatische Erlebnisse gewesen, die Bandbreite ist groß. Dass Sie bei einer Heilpraktikerin sind, finde ich gut, zusätzlich wäre evtl. die vorübergehende Gabe eines Medikaments durch Ihre Ärztin nötig. Und, Sie haben es selber schon erkannt, eine Therapie halte ich für unabdingbar.

Sie könnten z.B. hier auf dem Portal nach einer Kollegin/einem Kollegen suchen. Es gibt die Kassentherapeuten, deren Wartezeiten oft länger sind, es gibt die Privatpraxen, deren Behandlung selbst zu zahlen ist, die aber schneller einen Termin haben, gerade auch wichtig für Ihren Leidensdruck, könnte ich mir vorstellen. Ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik wäre ebenfalls zu überlegen, damit Sie der ganzen Situation zuhause einmal entfliehen und sich ganz auf sich besinnen können.

Wenn die Akutphase im Griff ist, sollten Sie sich überlegen, ein Entspannungsverfahren zu erlernen z.B. Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Viele Krankenkasse bezuschussen solche Kurse.

Für Ihren Mann könnte ich mir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker vorstellen. Ich schicke Ihnen einen Link mit, dort finden Sie entsprechende Adressen.

Liebe Rosi, ich wünsche Ihnen Kraft und schnelle kompetente Hilfe, sowie eine Klärung und Besserung Ihrer Befindlichkeiten.

Herzliche Grüße

Claudia Schmitt

Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Bewertung durch den Fragensteller:
super schnell und qualifiziert. vielen vielen dank





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