Ich bin unsicher, ob ich Hilfe brauche
Fisch (w, 40) aus Viersen: Sehr geehrtes Psychologenteam,
ich bin unsicher, ob ich Hilfe brauche oder das übertrieben ist. 2015 hatte ich massive Verspannungen der BWS, Atemnot/Druck auf der Brust. Der Hausarzt sagte nicht kardial, abwarten. Das konnte ich nicht mit Atemnot, der Orthopäde hat das Problem verstanden, Physiotherapie hat geholfen.
Seitdem kann ich meinen Körper schlecht einschätzen, habe immer Angst, dass etwas ist. Trotzdem habe ich den BSV 2017 erst bemerkt, als das Bein taub wurde. 2016 & 17 hatte ich (2016 nach einer Erkältung, 2017 durch Verspannung) wieder Atemnot, mein neuer Hausarzt hat kardiale Ursachen ausgeschlossen, muss aber langsam denken, ich spinne. 4/2017 hatte ich einen Bandscheibenvorfall, konservativ gut behandelbar, aber für mich sehr belastend.
Seit Sommer 2017 habe ich Angst. Teilweise mit Grund (Missempfindungen im Bein), teilweise ohne (Gedanken die keine Grundlage haben). Es belastet mich, ich habe aber Angst, dass es zu banal ist, wer körperlich krank ist, hat halt auch Angst. Aber irgendwie macht die sich selbstständig.
ich bin unsicher, ob ich Hilfe brauche oder das übertrieben ist. 2015 hatte ich massive Verspannungen der BWS, Atemnot/Druck auf der Brust. Der Hausarzt sagte nicht kardial, abwarten. Das konnte ich nicht mit Atemnot, der Orthopäde hat das Problem verstanden, Physiotherapie hat geholfen.
Seitdem kann ich meinen Körper schlecht einschätzen, habe immer Angst, dass etwas ist. Trotzdem habe ich den BSV 2017 erst bemerkt, als das Bein taub wurde. 2016 & 17 hatte ich (2016 nach einer Erkältung, 2017 durch Verspannung) wieder Atemnot, mein neuer Hausarzt hat kardiale Ursachen ausgeschlossen, muss aber langsam denken, ich spinne. 4/2017 hatte ich einen Bandscheibenvorfall, konservativ gut behandelbar, aber für mich sehr belastend.
Seit Sommer 2017 habe ich Angst. Teilweise mit Grund (Missempfindungen im Bein), teilweise ohne (Gedanken die keine Grundlage haben). Es belastet mich, ich habe aber Angst, dass es zu banal ist, wer körperlich krank ist, hat halt auch Angst. Aber irgendwie macht die sich selbstständig.
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Fisch,ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Sowohl Atemnot als auch Druckempfinden auf der Brust und Verspannungen im BWS-Bereich, können Ausdruck psychischer Angst sein. Ihre Angst verselbständigt sich immer mehr, weil es Ihnen schwer fällt, sie wirklich ernst zu nehmen. Indem Sie Ihre Ängste nur auf die körperlichen Beschwerden zurückführen, entsteht langsam eine psychosomatische Angstspirale, die sich immer weiter verstärkt.
Sie trauen Ihrem Körper nicht mehr, denn ständig kann er neue Beschwerden produzieren. Das macht Ihnen verständlicherweise Angst und so führt dies zu erneuter Unsicherheit.
Wenn wir uns ängstlich fühlen, zieht sich alles in unserem Körper zusammen, um auf die vermeintliche Bedrohung reagieren zu können: die Bronchien, die Blutgefäße, die Muskulatur. Es ist eine biologische Reaktion, die wir nicht willentlich beeinflussen können. Dabei ist es unserem Nervensystem egal, ob tatsächlich ein Tiger vor uns steht oder ob wir einfach Angst haben, krank zu sein. Die neurophysiologische Reaktion ist die gleiche und so kommt es zu den typischen Symptomen, die Sie beschreiben.
Angst kann also zu Verspannungen und Verkrampfungen führen, die wiederum andere Beschwerden bedingen. Es ist eine sehr feine Wechselwirkung - jeder kleine Gedanke verändert schon die Prozesse im Körper. Wenn Sie sich das vergegenwärtigen, wird deutlich, dass Sie keinesfalls übertreiben oder spinnen. Ihre Angst kann neue Symptome hervorrufen, die sich so lange auf der körperlichen Ebene präsentieren, bis Sie sich Ihrer Seele zuwenden.
Deshalb empfehle ich Ihnen, sich mit Unterstützung psychotherapeutischer oder körpertherapeutischer Begleitung Ihrer Angstsymptomatik behutsam zu nähern und die Hintergründe aufzuarbeiten. Achten Sie darauf, dass Ihre körperliche Symptomatik in der Therapie gleichermaßen miteinbezogen wird, damit Sie allmählich wieder Vertrauen und Sicherheit im Körper spüren können.
Ich wünsche Ihnen alles Gute -
viele Grüße
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Bewertung: 



Danke für die schnelle Antwort, sie bestärkt mich darin Hilfe zu suchen.




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