Bin ich geisteskrank? Sich selbst vertrauen.
Keygen (w, 28) aus Frankfurt: Guten Abend,
Ich habe letztes Jahr seelisch die Hölle durchgemacht mit mir, Es tauchten Panik Attacken auf Atemnot bis hin zu Todesangst, so das ich es schaffte an einem Samstag knapp 3 mal in die Notaufnahme zu stürzen weil ich im Glauben war ich er leide einen schrecklichen Tod.
Ich versuchte mir mit einigen Sitzungen beim Psychologen zu helfen, was auch rasch Abhilfe schaffte,
Ich stellte mich den Situationen der Panik sagte mir es geht vorbei es wird dir nix passieren solange du die Panik annimmst, es ist auch wirklich besser geworden, nur im Moment schleicht es sich wieder häufiger ein, die Psychologin empfahl mir einen Brief an meinem Verstorbenen Großvater zu schreiben, was ich nicht tat, weil ich es nicht kann. Also eigentlich liegt mir nur die frage am Herzen, ist es Krank wenn ich anstatt eines Briefes ein Tagebuch schreibe den das tue ich Regelmäßig, nur würde ich eine Art Tagebuch an meinen Großvater schreiben, Ihn weiter an meinem Leben Teilhaben lassen ihm berichten. Ich weiß, lesen und sehen kann er es nicht, aber vielleicht könnte es ja helfen.
Sie stellen sich bestimmt die Frage, warum versucht sie es nicht einfach, ganz einfach: Durch diese Panik und das seelische wirrwarr habe ich ab und an Angst Geisteskrank zu sein wenn man es so nennen darf.
Nun ja haben sie einen Tipp oder raten mir davon ab ich weiß es nicht.
Vielen lieben Dank im voraus.
Ich habe letztes Jahr seelisch die Hölle durchgemacht mit mir, Es tauchten Panik Attacken auf Atemnot bis hin zu Todesangst, so das ich es schaffte an einem Samstag knapp 3 mal in die Notaufnahme zu stürzen weil ich im Glauben war ich er leide einen schrecklichen Tod.
Ich versuchte mir mit einigen Sitzungen beim Psychologen zu helfen, was auch rasch Abhilfe schaffte,
Ich stellte mich den Situationen der Panik sagte mir es geht vorbei es wird dir nix passieren solange du die Panik annimmst, es ist auch wirklich besser geworden, nur im Moment schleicht es sich wieder häufiger ein, die Psychologin empfahl mir einen Brief an meinem Verstorbenen Großvater zu schreiben, was ich nicht tat, weil ich es nicht kann. Also eigentlich liegt mir nur die frage am Herzen, ist es Krank wenn ich anstatt eines Briefes ein Tagebuch schreibe den das tue ich Regelmäßig, nur würde ich eine Art Tagebuch an meinen Großvater schreiben, Ihn weiter an meinem Leben Teilhaben lassen ihm berichten. Ich weiß, lesen und sehen kann er es nicht, aber vielleicht könnte es ja helfen.
Sie stellen sich bestimmt die Frage, warum versucht sie es nicht einfach, ganz einfach: Durch diese Panik und das seelische wirrwarr habe ich ab und an Angst Geisteskrank zu sein wenn man es so nennen darf.
Nun ja haben sie einen Tipp oder raten mir davon ab ich weiß es nicht.
Vielen lieben Dank im voraus.
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Hallo Keygen,herzlichen Dank für Ihre Nachricht und den Mut, Ihre Sorgen hier zu teilen. Ich bedauere, dass Sie nun eine ganze Weile warten mussten auf eine Antwort und hoffe, dass die Antwort trotzdem hilfreiches für Sie hat.
Ich möchte gerne, auch wenn das nicht Ihre eigentliche Frage war, etwas zu dieser Angst geisteskrank zu werden sagen. Diese Angst teilen Sie wohl mit den meisten Menschen, die Panikattacken erleiden. Sie ist normal, aber man muss sie nicht haben.
Wissen Sie woher das Wort Panik kommt? Es leitet sich ab vom alt-griechischen Hirtengott Pan: Pan soll nach den alten Erzählungen in seinem Temperament etwas aufbrausend gewesen sein und er machte sich wohl immer wieder einen Spaß daraus, plötzlich zwischen Menschen und Tieren aufzutauchen, sie zu erschrecken und in die Flucht zu schlagen. Die Mythologie beschreibt ihn als halb Mensch halb Ziegenbock; also durchaus eine Gestalt, die einem einen Schrecken einjagen kann.
Warum erzähle ich Ihnen das? Weil ich denke, dass diese Geschichte zeigt, dass schon vor über 2000 Jahren die Menschen versucht haben, eine Erklärung für das zu finden, was wir Panik nennen: die plötzliche Angst, die einen einfach überfällt, ohne dass man weiß wieso. Vermutlich haben auch die alten Griechen schon Angst gehabt, dass sie verrückt sind, wenn diese Angst auftaucht. Und deshalb haben sie nach einer Erklärung gesucht.Und ihre Erklärung war eben ein launischer Gott. Ich möchte Ihnen damit sagen Keygen, dass diese Angst, verrückt zu werden, eine ganz normale Reaktion auf Panik ist. Es ist ja einfach beängstigend, wenn plötzlich solche Dinge mit einem passieren. Ich weiß, dass das sehr leicht gesagt ist: Aber möglicherweise können Sie es trainieren, sich immer wieder zu sagen, dass diese Angst geisteskrank zu werden eine normale Reaktion ist. Und dass Sie diese Angst nicht haben müssen.
Das Problem bei dieser Angst geisteskrank zu werden, ist das man sehr unsicher werden kann, dass man sich nicht mehr traut in den eigenen Gedanken, Wahrnehmungen und Zielen. Das ist ein bisschen das was Sie erleben, oder? Dass Sie nicht mehr wissen, ob sie sich selbst noch trauen können. Und ich möchte Ihnen dazu einfach sagen, dass auch diese Verunsicherung normal ist. Aber ich möchte gleichzeitig sagen, dass es keinen Grund gibt, warum Sie Ihrem Gefühl und Ihren Gedanken nicht trauen dürfen.
Wissen Sie: Therapeuten und Psychologen haben ein Wissen über die Behandlung von Panik ganz allgemein. Aber was für SIE gut ist, was IHNEN hilft, dass wissen NUR SIE. Und daran ändert auch die Panik nichts. Sie sind der einzige Experte für Keygen. Als Psychologen können wir Tipps geben, können Ideen äußern, was helfen könnte; aber ob es hilfreich ist, das entscheiden nur Sie. Und das können auch nur Sie entscheiden. Und um es nochmal deutlich zu sagen: Auch die Panik ändert daran nichts. Ich möchte Sie also ermutigen, dem zu folgen, was Sie für richtig halten. Ok?
Abgesehen von diesem Punkt: Wenn Sie merken, dass die Panikattacken wieder häufiger werden, dann war möglicherweise die Therapie zu kurz. Es sind oft zwei verschiedene Dinge, dass es erst einmal besser ist und dass es dann auch besser bleibt. Ich weiß jetzt nicht, wie das genau gegangen ist, aber ich möchte Ihnen gerne den Gedanken noch mitgeben, eventuell die Therapie noch weiter zu führen. Sie sind Ihr Experte. Aber auch Experten müssen ja nicht zwangsläufig alleine mit allem zurechtkommen. Auch Experten haben ein Recht auf Unterstützung.
Vielleicht können sie die Psychologin wieder kontaktieren. Wenn Sie lieber woanders hin möchten, dann wäre es wahrscheinlich das Beste, das Ganze mit Ihrer Krankenkasse zu besprechen, weil es bei einem Wechsel einiges zu beachten gibt.
Aber vielleicht sagen Sie auch: Was der da schreibt, passt nicht für mich. Ich brauche keine Therapie, will keine - was auch immer. Und dann gilt hier genauso: Sie sind der Experte, nicht ich und nicht meine KollegInnen.
Herzliche Grüße und alles Gute für Sie
Andreas Sczygiol
PS: Unten noch ein Link zu einer guten Seite über Panik.
Bewertung durch den Fragensteller: 







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