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SO BIN ICH UND DAS IST GUT SO!

Neven (w, 36) aus Buchkirchen: Vorinfo: Bewegte Kindheit, einschneidende traumatische Erfahrungen, dennoch Menschenfreundin zugänglich und Offenheit bewahren können, großes Bedürfnis nach Sicherheit,.... bin in Psychotherapie....mein Leben gestaltet sich auf vielen Ebenen schwieriger als ich es mit all meinem Sein aus Vergangenheit/Gegenwart bewußt ist.
Gesundheit: PSA, chronische Schmerzen wechseln im Körper in den Gelenken massiv, offene Hautstellen welche bluten wenn ich mich bewege oder mein alltägl. Bedürfnis verrichte. Nervlich sicherlich angespannt, Ärtze sind nur bedingt eine Hilfe, Ärtzemaraton von mittlerweile über 6 J., habe Vertrauen zur Medizin/Artzen verloren,
Geist/Seele:...HABE IMMER DAS GEFÜHL MIT MIR STIMMT WAS NICHT; ICH BIN ANDERS, (bitte Vorsicht, nicht im Sinne von Überheblich!)
MEINE FRAGE: Wie kann ich es schaffen, mich nicht so WERTLOS zu fühlen? Das erschleicht mich oft sogar Tage danach, wenn mir Gesprächsverläufe im Kopf herumgeistern. und dann passiert, dass ich mich ständig, FÜR MICH SELBST bei mir selbst entschuldige Äußerlich ist es schon besser geworden, das ENTSCHULDIGEN. War in meiner Kindheit ganz schlimm.
Mittlerweile jedoch, wenn ich endlich mal für mich einstehe, ja dann meistens ein Streit entsteht oder Menschen dann nicht damit zurecht kommen, sind sogar überrascht. Und dann beginne ich wieder mich zu Erklären - sozusagen rede ich Menschen vor wie Sie mit mir umzugehen haben. Mich ständig erklären zu müssen, macht mich ganz Gaga! Tu ich es nicht - laufe ich Gefahr verletzt zu werden und fühle mich gezwungen es zu überspielen, damit oberflächliche NORMALITÄT walten kann. - was ICH ja nicht bin, tu ichs doch sind sie dann maßlos überfordert und wenden sich ab.

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:


Liebe Neven,

Anders sein, heißt nicht nicht normal zu sein. Ja, Sie sind anders, aber das macht Sie auch Besonders!

Ihre Kindheitsgeschichte und ihre traumatischen Erfahrungen machen Sie zu einem Menschen, der ‚sein Päckchen‘ mit sich zu tragen hat. Sie können Ihre Geschichte nicht ablegen und Sie werden mit ihr leben müssen. Interessant dabei ist nur wie Sie sie bewerten. Denn ‚Ihre Geschichte‘ ist ein Teil von Ihnen, den es gilt anzunehmen und zu akzeptieren. Das klingt ja ganz einfach, ist aber oftmals ein langer und oft beschwerlicher Prozess. Wenn sich dann der Körper auch noch einmischt, ist man oft am Verzweifelen. Auf der einen Seite die Psychischen Prozesse, die einen beschäftigen und immer wieder in die Kindheit zurückwerfen und auf der anderen Seite der Körper, der sagt: ‚Stopp‘, ‚guck hin‘,‘ sei ‚vorsichtig‘, ‚nicht so schnell‘ oder ähnliches.

Sie haben sicherlich schon viel von den psychischen und körperlichen Prozessen verstanden, die äußerlich und innerlich ablaufen und die Sie immer wieder beschäftigen oder auch in Ihre Kindheit zurückwerfen. Haben Sie Geduld mit sich selbst, sorgen Sie vorallem im Alltäglichen gut für sich und versuchen Sie diese ‚nicht normale‘ Person anzunehmen, wie sie ist. Mit den WORTEN: SO BIN ICH UND DAS IST GUT SO! Schreiben Sie sich das nicht nur hinter die Ohren, sondern auch auf einen Zettel an die Wand (am besten an den Spiegel hängen).

Lächeln Sie auch mal über sich, nun habe ich mich schon wieder mal ‚erklärt‘, na so bin ich eben. Verurteilen Sie sich nicht immer selbst. Sagen Sie sich vielmehr, na gut, dass kenne ich ja schon von mir, ist zwar nicht so toll gelaufen, aber was soll’s. Sagen Sie dem ‚Kritiker‘ in Ihnen selbst: DU BIST GUT und DU hast mir viel geholfen, aber Du kannst auch mal gerne etwas leiser in mir werden oder ich brauch DICH nicht ständig an meiner Seite.

Das stärkt ihr Selbstvertrauen!

Schreiben Sie sich auf, was Sie alles bisher schon geschafft haben. Und Schreiben Sie, auch wenn das für Sie paradox klingen mag einen ‚Dankesbrief‘ für all das, was Sie an ‚Wissen über sich selbst‘ in den letzten Jahren gewinnen konnten, gerade trotz der ganzen Schwierigkeiten, die das Leben und ihr Körper für sie bereit hielt.

Sorgen Sie gut für sich, d.h. essen Sie gut und gesund, gehen Sie an die frische Luft, genießen Sie die Sonne und Luft, tun Sie sich in regelmäßigen Abständen etwas ‚Gutes‘ . Sie haben es sich wirklich verdient!

Eine Psychotherapie ist sicherlich als seelische Begleitung für Sie sehr gut, nutzen Sie diese Termine weiterhin für sich. Hilfreich könnte es auch sein, mal einen systemischen Blick (systemischer Familientherapeut), mit einer Familienstellung oder einer mehrgenrationalen Perspektive in Anspruch zu nehmen.

Körperlich kann ich Ihnen empfehlen sich einen ‚guten Heilpraktiker‘ oder einen ‚guten Homöopathen‘ in Ihrer Nähe zu suchen, denn das Trauma aus ihrer Kindheit kann sich auch im Körper festgesetzt haben und hier kann eine homöopathische Heilung auf der tieferen Ebene heilend sein.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Geduld auf Ihrem Weg,

Rowena Schottenloher
Bewertung durch den Fragensteller:
Portal1.xgenutzt;es tat sehr gut zu wissen,auf MEINEM WEG gut unterwegs zu sein.Kompetent, Einfühlsam und alles Beantwortet!!! Prima





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