Multiple Persönlichkeit - Veränderung des Partners
Daniela (w, 35) aus Frankfurt : chönen Guten Tag, ich wollte fragen kann es passieren, dass wenn jemand mit einer Person mit multipler Persönlichkeit als Liebespaar zukommen kommt, sich selbst stark verändern kann. Ein guter Bekannter von mir ist seit 2 Jahren mit einer Frau zusammen von der wir gehört haben, dass sie eine multiple Persönlichkeit hätte und er wird selber immer aggressiver und verhält sich selber zunehmend sehr seltsam und immer mehr Leute wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Kann man da was machen? Von dem Exfreund dieser Frau haben wir erzählt bekommen, dass er massiv unter dieser Beziehung gelitten hat und nur mit Hilfe seiner Familie aus dieser Beziehung rausgekommen ist. Es geht mir nicht darum diese Frau schlecht zu machen, aber ich finde es sehr besorgniserregend. Mit Dank und Gruß
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Daniela,Obwohl Sprichworte manchmal etwas plump und grob daher kommen, ist da meist viel Wahres dran. So heißt es einerseits 'Gegensätze ziehen sich an' und andererseits 'Gleich und Gleich gesellt sich gut'. Um Beides in einer Partnerschaft zu schaffen, ist eine große Veränderung nötig.
Tatsächlich fasziniert das Unbekannte am Partner anfangs und es will erforscht und verstanden werden. Gegensätze ziehen sich eben an. Dauerhafte, stabile Beziehungen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass die Partner sich aufeinander zu entwickeln und dann in vielen Punkte harmonieren. Gleich und Gleich gesellt sich gut. Das gelingt nur durch Veränderung. Also, die Antwort auf Ihre Frage ist ein klares Ja – eine solche Situation kann eine starke Veränderung hervorbringen - bei beiden Partnern.
Sie haben nun beobachtet, dass diese Veränderungen eher negative Folgen haben und für Sie besorgniserregend sind. Eine Veränderung zum Guten ist möglich, wenn der Betroffene dazu motiviert ist und, falls nötig, therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen kann. Wenn nicht, können Sie nichts machen - Zwangsbehandlungen nützen nicht.
Die Frage, die ich hinter Ihren Zeilen vermute, ist vielleicht: Was können Sie tun? Da Sie offenbar momentan keinen engeren Kontakt zu dem Betroffenen haben, geht es dabei um Ihre eigenen Ängste. Was macht dieses Wissen mit Ihnen? Die Frage könnte sein: Was können Sie für sich tun, vielleicht, damit so etwas für Sie nicht so besorgniserregend ist? Warum möchten Sie sich eigentlich um den Betroffenen sorgen? Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder einer anderen Vertrauensperson darüber oder antworten Sie hier dazu.
Alles Gute
Kai Pinnow
Bewertung durch den Fragensteller: 







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