Muss ich akzeptieren, dass meine Bekannte abgetrieben hat
Sina (w, 37) aus München: Sehr geehrtes Team, wie kann ich damit umgehen, dass eine gute Bekannte von mir eine Abtreibung hat vornehmen lassen. Es ist ja im Grunde ihre Privatsache u. als solche versuche ich das zu akzeptieren.
Trotzdem kollidieren die Umstände mit meinen Werten, d.h. ich lehne Abtreibung bis auf einzelne Ausnahmefälle wie z.B. bei sehr jungen Müttern, Opfern, medizinisch notwendige u.ä. ab.
In meinen Augen hätte sie auch nicht die schlechtesten materiellen und sozialen Ressourcen gehabt. Sie hat bereits ein Kind - wir kennen uns durch die Kinder - u. wollte zwar immer ein 2., aber nicht ohne Mann an der Seite.
Wie finde ich raus, ob ich damit klarkomme? Ich bin eigtl. gegen Tabuisierung, aber das ist die bisher einzige Möglichkeit, die mir einfällt, das Verhältnis danach fortzuführen. Danach heißt, ich würde gerne akzeptieren, aber kann es momentan scheinbar nicht, ich habe mich erstmal zurückgezogen bis ich Klarheit habe, was ich geben kann/will u. wie ich das vereinbaren kann.
Dazu kommt, dass ich für sie vermutlich mehr Freundin, sie für mich aber eher gute Bekannte ist, was ich daraus schließe, dass ich 1 von 2 Personen war, die informiert wurden u. sie bei mir eine Art emotionalen Rückhalt gesucht hat, ich mich danach aber eher ausgelaugt fühlte. Die Abgrenzung ist das eine, aber meine Werte?
Danke für Ihre Einschätzung und evtl. Idee, womit ich mich befassen sollte.
Trotzdem kollidieren die Umstände mit meinen Werten, d.h. ich lehne Abtreibung bis auf einzelne Ausnahmefälle wie z.B. bei sehr jungen Müttern, Opfern, medizinisch notwendige u.ä. ab.
In meinen Augen hätte sie auch nicht die schlechtesten materiellen und sozialen Ressourcen gehabt. Sie hat bereits ein Kind - wir kennen uns durch die Kinder - u. wollte zwar immer ein 2., aber nicht ohne Mann an der Seite.
Wie finde ich raus, ob ich damit klarkomme? Ich bin eigtl. gegen Tabuisierung, aber das ist die bisher einzige Möglichkeit, die mir einfällt, das Verhältnis danach fortzuführen. Danach heißt, ich würde gerne akzeptieren, aber kann es momentan scheinbar nicht, ich habe mich erstmal zurückgezogen bis ich Klarheit habe, was ich geben kann/will u. wie ich das vereinbaren kann.
Dazu kommt, dass ich für sie vermutlich mehr Freundin, sie für mich aber eher gute Bekannte ist, was ich daraus schließe, dass ich 1 von 2 Personen war, die informiert wurden u. sie bei mir eine Art emotionalen Rückhalt gesucht hat, ich mich danach aber eher ausgelaugt fühlte. Die Abgrenzung ist das eine, aber meine Werte?
Danke für Ihre Einschätzung und evtl. Idee, womit ich mich befassen sollte.
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Sina,Sie können an der Abtreibung nichts mehr ändern. Sie können aber auch nicht sicher sein, dass Sie wirklich alle Gründe Ihrer Freundin für die Entscheidung zur Abtreibung kennen. Vielleicht hat Ihre Freundin aus einem Grund abgetrieben, den Sie nicht kennen und den auch Sie akzeptiert hätten.
Andererseits kann eine Freundschaft nur dann bestehen, wenn sie auf gemeinsamen Werten beruht. Gefühlsmäßig ist das bei ihnen nicht mehr der Fall.
Sie sollten sich daher auch nicht verbiegen - auch ohne Ihre Freundin/Bekannte zu verurteilen, spüren Sie Unbehagen und dieses Gefühl sollten Sie ernst nehmen. Es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn Sie sich abgrenzen um sich über Ihre eigenen Gefühle klar zu werden.
Letztendlich sollte man ehrlich zu sich selbst sein - und auch zu dem anderen, ohne den anderen zu verletzen. Wenn Sie die Abtreibung nicht akzeptieren können, dann sollten Sie es auch nicht. Niemand kann das von Ihnen erwarten. Sollten Sie das Thema mit Ihrer Freundin/Bekannten offen ansprechen? Auch das kann niemnand von Ihnen erwarten.
Vielleicht kann diese Erfahrung für Sie auch Anstoß sein, andere Frauen darin zu bestärken nicht abzutreiben.
Bewertung durch den Fragensteller: 



Herzlichen Dank, die Antwort verhilft mir zu Klarheit.




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