Leben ist ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung
Nicina (w, 21) aus Berlin: Hallo liebe Community,
ich fühle mich mehr und mehr ausgebrannt. Ich habe Minderwertigkeitskomplexe aufgrund meines Aussehens und meines niedrigen Bildungsabschlusses. Freunde habe ich seit Jahren nicht mehr. (wirklich keinen einzigen!) Romantische Beziehungen existieren nur noch in meiner Fantasie. Ich bin seit 5 Jahren single: keine Liebe, kein Sex, keine körperliche Nähe. Ich glaube die Voraussetzungen zu kennen, die man erfüllen muss um bei anderen Menschen gut anzukommen. Schlank, intelligent, beruflich schon einiges erreicht, Hobbies etc.
Deswegen arbeite ich momentan sehr stark an mir: Mein Terminkalender ist voll: 4x die Woche Abendschule MSA, 3x die Woche ein Minijob um meine schulische 'Ausbildung' 2x die Woche zu finanzieren. Die restliche Zeit wird für den MSA und für die Ausbildung gelernt. Es ist zwar das mindeste im Vergleich zu dem, was andere in meinem Alter schon erreicht haben, aber es wäre für mich schon ein Grund mich etwas wohler in meiner Haut zu fühlen. Kino, Partys, Reisen, sich verlieben und Spaß haben das alles kenne ich gar nicht (mehr)
Ich lebe nicht, ich funktioniere nur noch.
Ich lebe noch bei meiner Mutter (kann mir keine eigene Wohnung leisten) und muss mir auch noch ständig anhören wie schlimm das Leben ist. Ich höre ihr immer geduldig zu. Tröste sie und gebe ihr Ratschläge. Für meine Sorgen hat sie aber nie Zeit. Nie! Ich bin müde und habe angst niemals mehr glücklich zu werden. Noch dazu will ich keine Zeit mehr verschwenden.
ich fühle mich mehr und mehr ausgebrannt. Ich habe Minderwertigkeitskomplexe aufgrund meines Aussehens und meines niedrigen Bildungsabschlusses. Freunde habe ich seit Jahren nicht mehr. (wirklich keinen einzigen!) Romantische Beziehungen existieren nur noch in meiner Fantasie. Ich bin seit 5 Jahren single: keine Liebe, kein Sex, keine körperliche Nähe. Ich glaube die Voraussetzungen zu kennen, die man erfüllen muss um bei anderen Menschen gut anzukommen. Schlank, intelligent, beruflich schon einiges erreicht, Hobbies etc.
Deswegen arbeite ich momentan sehr stark an mir: Mein Terminkalender ist voll: 4x die Woche Abendschule MSA, 3x die Woche ein Minijob um meine schulische 'Ausbildung' 2x die Woche zu finanzieren. Die restliche Zeit wird für den MSA und für die Ausbildung gelernt. Es ist zwar das mindeste im Vergleich zu dem, was andere in meinem Alter schon erreicht haben, aber es wäre für mich schon ein Grund mich etwas wohler in meiner Haut zu fühlen. Kino, Partys, Reisen, sich verlieben und Spaß haben das alles kenne ich gar nicht (mehr)
Ich lebe nicht, ich funktioniere nur noch.
Ich lebe noch bei meiner Mutter (kann mir keine eigene Wohnung leisten) und muss mir auch noch ständig anhören wie schlimm das Leben ist. Ich höre ihr immer geduldig zu. Tröste sie und gebe ihr Ratschläge. Für meine Sorgen hat sie aber nie Zeit. Nie! Ich bin müde und habe angst niemals mehr glücklich zu werden. Noch dazu will ich keine Zeit mehr verschwenden.
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Nicina,
herzlichen Dank für Ihre Mail und Ihre Offenheit. Das, was Sie schreiben, hört sich sehr anstrengend an und ich frage mich beim Lesen, wie denn das 'Leben' und eventuell eine neue Liebe noch Platz haben soll, wenn Sie so durchgetaktet sind.
Sie orientieren sich gerade sehr an Normen, die Sie irgendwo her gehört haben und ich frage mich, was Sie selbst denn möchten?
Generell muss ein Mensch nichts tun, um für einen anderen interessant und attraktiv zu sein, entweder man ist es und es funkt, oder man wird nicht um sich selbst geliebt und dann passt es eben nicht.
Ein erster Ansatz für Sie wäre vielleicht, ein wenig vom Gas runter zu geben, sich Zeit für sich zu nehmen und sich zu überlegen, was Sie - ohne Rücksicht auf andere - denn gerne möchten. Dies gilt auch für die Dialoge Ihrer Mutter - sie ist für ihr Leben selbst verantwortlich und Sie sollten vielleicht auch hier schauen, was Ihnen gut tut und was nicht. Einer meiner Lehrer hat einmal gesagt 'Pflanzenwachstum lässt sich nicht durch Ziehen an den Blättern beschleunigen' - vielleicht hilft Ihnen das ein bisschen als 'tägliches Mantra'.
Grüße vom Ammersee,
Volker Hepp
herzlichen Dank für Ihre Mail und Ihre Offenheit. Das, was Sie schreiben, hört sich sehr anstrengend an und ich frage mich beim Lesen, wie denn das 'Leben' und eventuell eine neue Liebe noch Platz haben soll, wenn Sie so durchgetaktet sind.
Sie orientieren sich gerade sehr an Normen, die Sie irgendwo her gehört haben und ich frage mich, was Sie selbst denn möchten?
Generell muss ein Mensch nichts tun, um für einen anderen interessant und attraktiv zu sein, entweder man ist es und es funkt, oder man wird nicht um sich selbst geliebt und dann passt es eben nicht.
Ein erster Ansatz für Sie wäre vielleicht, ein wenig vom Gas runter zu geben, sich Zeit für sich zu nehmen und sich zu überlegen, was Sie - ohne Rücksicht auf andere - denn gerne möchten. Dies gilt auch für die Dialoge Ihrer Mutter - sie ist für ihr Leben selbst verantwortlich und Sie sollten vielleicht auch hier schauen, was Ihnen gut tut und was nicht. Einer meiner Lehrer hat einmal gesagt 'Pflanzenwachstum lässt sich nicht durch Ziehen an den Blättern beschleunigen' - vielleicht hilft Ihnen das ein bisschen als 'tägliches Mantra'.
Grüße vom Ammersee,
Volker Hepp
Bewertung durch den Fragensteller: 



Danke für die schnelle Antwort und für das inspirierende Mantra.




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