Jahrelanger Stress wirkt sich auf meinen Körper und meine Seele aus
Zoe (w, 36) aus Mannheim: Hallo Liebes Psychologen-Team,
so langsam weiß ich nicht mehr weiter. Versuche meine Situation kurz zu schildern.
Vor 4 Jahren ist meine Mutter an Krebs gestorben, ich habe sie vor ihrem Tod etwas über als 1 Jahr lang gepflegt und bin aus dem Grund wieder in das Haus gezogen in dem meine Eltern wohnen und lebe bis heute noch da.
(Davor hatte ich auch eine ziemlich schwere Phase, da hat mich mein Verobter nach 8 Jahren einen Tag vor meinem Staatsexamen aus der Wohnung geworfen,weil er sich anderweitig umgesehen hat... aber das ist schon einige Jahre her)
Zurück zu meiner jetzigen Situation:
Leider sieht mein Vater mich als eine Art Ersatz für seine Frau. Ich muss mir jedes Gejammer anhören und das mehrmals täglich und es wird leider immer schwieriger...er ist bereits 76 Jahre alt, hat keine Freunde und will so gut wie nie das Haus verlassen. In letzter Zeit regt ihn alles auf...und dann bin natürlich ich Schuld. Ich muss aber immer ruhig bleiben, weil er sich nicht aufregen darf. (Er ist herzkrank)
Auf Arbeit ist es auch nicht einfach, Ich arbeite seit Januar in einer Firma und werde dort nur gemobbt, weil ich ein Diplom habe und die Meisten eine Lehre.
Dieser jahrelange Stress wirkt sich auf meinen Körper aus...ich kann kaum noch laufen, da ich so gut wie kein Gleichgewicht mehr habe und das Alles sich auf meine Wirbelsäule und die Nerven auswirkt.
Ans Ausziehen habe ich bereits gedacht aber es ist aber schwer mit Hund.
Es wird mir so langsam alles zu viel und ich sehe keinen Ausweg aus dieser Situation.
so langsam weiß ich nicht mehr weiter. Versuche meine Situation kurz zu schildern.
Vor 4 Jahren ist meine Mutter an Krebs gestorben, ich habe sie vor ihrem Tod etwas über als 1 Jahr lang gepflegt und bin aus dem Grund wieder in das Haus gezogen in dem meine Eltern wohnen und lebe bis heute noch da.
(Davor hatte ich auch eine ziemlich schwere Phase, da hat mich mein Verobter nach 8 Jahren einen Tag vor meinem Staatsexamen aus der Wohnung geworfen,weil er sich anderweitig umgesehen hat... aber das ist schon einige Jahre her)
Zurück zu meiner jetzigen Situation:
Leider sieht mein Vater mich als eine Art Ersatz für seine Frau. Ich muss mir jedes Gejammer anhören und das mehrmals täglich und es wird leider immer schwieriger...er ist bereits 76 Jahre alt, hat keine Freunde und will so gut wie nie das Haus verlassen. In letzter Zeit regt ihn alles auf...und dann bin natürlich ich Schuld. Ich muss aber immer ruhig bleiben, weil er sich nicht aufregen darf. (Er ist herzkrank)
Auf Arbeit ist es auch nicht einfach, Ich arbeite seit Januar in einer Firma und werde dort nur gemobbt, weil ich ein Diplom habe und die Meisten eine Lehre.
Dieser jahrelange Stress wirkt sich auf meinen Körper aus...ich kann kaum noch laufen, da ich so gut wie kein Gleichgewicht mehr habe und das Alles sich auf meine Wirbelsäule und die Nerven auswirkt.
Ans Ausziehen habe ich bereits gedacht aber es ist aber schwer mit Hund.
Es wird mir so langsam alles zu viel und ich sehe keinen Ausweg aus dieser Situation.
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Zoe,
ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Sie haben Recht, der jahrelange Stress wirkt auf Ihren Körper aus - aber auch auf Ihre Seele. Deswegen ist sehr verständlich, dass Sie erschöpft sind, am Ende Ihrer Kräfte und keinen Ausweg aus Ihrer Situation sehen.
In all Ihren Schilderungen ist erkennbar, dass Sie sich sehr um andere sorgen und für sie da sind. Doch es fehlt die Abgrenzung und die Selbstbehauptung. Ihr Körper meldet Ihnen, dass Sie längst aus Ihrem körperlich-seelischen Gleichgewicht geraten sind und nicht mehr weiter können.
Jetzt ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen gesundheitlichen Grenzen respektieren und sich selbst an die erste Stelle setzen. Ob Sie sich ein paar Wochen krankschreiben lassen, eine Woche ans Meer fahren, um sich zu besinnen - was es auch ist, Sie sollten innehalten und das Hamsterrad des Dienens unterbrechen, bevor Ihr Körper es durch einen Zusammenbruch für Sie entscheidet.
Es wird bedeuten, Veränderungen in Ihrem Leben vorzunehmen und andere Menschen wie Ihren Vater und Ihre Kollegen in ihre Grenzen zu verweisen. Es ist nicht Ihre Aufgabe, Ihrem Vater die Ehefrau zu ersetzen und sich dafür noch schlecht behandeln zu lassen. Oder sich dafür mobben zu lassen, dass Sie besser qualifiziert sind. Doch Sie müssen sich innerlich erheben, aufrichten und spüren, dass Sie ein Recht darauf haben, sich gegen Andere zu behaupten.
Ich würde Ihnen dringend empfehlen, sich bei diesem Prozess psychotherapeutisch oder auch körpertherapeutisch begleiten zu lassen. Denn es geht grundlegend darum, sich von Schuldgefühlen zu befreien und Ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Es kann gut sein, dass Sie dazu erst lebensgeschichtliche Erfahrungen und Prägungen bearbeiten müssen, um Ihr Leben wieder so zu gestalten, dass Sie in eine heilsame Balance zurückfinden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute. Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Sie haben Recht, der jahrelange Stress wirkt auf Ihren Körper aus - aber auch auf Ihre Seele. Deswegen ist sehr verständlich, dass Sie erschöpft sind, am Ende Ihrer Kräfte und keinen Ausweg aus Ihrer Situation sehen.
In all Ihren Schilderungen ist erkennbar, dass Sie sich sehr um andere sorgen und für sie da sind. Doch es fehlt die Abgrenzung und die Selbstbehauptung. Ihr Körper meldet Ihnen, dass Sie längst aus Ihrem körperlich-seelischen Gleichgewicht geraten sind und nicht mehr weiter können.
Jetzt ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen gesundheitlichen Grenzen respektieren und sich selbst an die erste Stelle setzen. Ob Sie sich ein paar Wochen krankschreiben lassen, eine Woche ans Meer fahren, um sich zu besinnen - was es auch ist, Sie sollten innehalten und das Hamsterrad des Dienens unterbrechen, bevor Ihr Körper es durch einen Zusammenbruch für Sie entscheidet.
Es wird bedeuten, Veränderungen in Ihrem Leben vorzunehmen und andere Menschen wie Ihren Vater und Ihre Kollegen in ihre Grenzen zu verweisen. Es ist nicht Ihre Aufgabe, Ihrem Vater die Ehefrau zu ersetzen und sich dafür noch schlecht behandeln zu lassen. Oder sich dafür mobben zu lassen, dass Sie besser qualifiziert sind. Doch Sie müssen sich innerlich erheben, aufrichten und spüren, dass Sie ein Recht darauf haben, sich gegen Andere zu behaupten.
Ich würde Ihnen dringend empfehlen, sich bei diesem Prozess psychotherapeutisch oder auch körpertherapeutisch begleiten zu lassen. Denn es geht grundlegend darum, sich von Schuldgefühlen zu befreien und Ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Es kann gut sein, dass Sie dazu erst lebensgeschichtliche Erfahrungen und Prägungen bearbeiten müssen, um Ihr Leben wieder so zu gestalten, dass Sie in eine heilsame Balance zurückfinden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute. Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Bewertung durch den Fragensteller: 



Meine Online-Frage war der erste Schritt, um mein Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.HERZLICHEN DANK!




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