Ich stecke gerade beruflich in einer Sackgasse
Lina (w, 45) aus 32609: Hallo,
ich stecke gerade beruflich in einer Sackgasse und brauche wohl etwas Orientierungshilfe. Meine berufliche Ausbildung habe ich recht spät angefangen, mit 39 (mein zweiter Beruf) und zwar im Betrieb, wo ich auch jetzt tätig bin. Es war nicht mein Wunschberuf, aber mit der Zeit habe ich ihn liebgewonnen.
Leider entwickelte sich alles anders als erwartet. Mir werden immer mehr Aufgaben genommen und nur die überlassen, die keiner haben will. Mein Job fördert mich nicht mehr. Ich langweile mich und kriege allein bei der Gedanke an die Arbeit schlechte Laune oder gar Kopfschmerzen.
Das Gespräch mit dem Vorgesetzten hat nur für kurze Zeit für Aufleben gesorgt. Inzwischen ist es wieder auf 'normales' Niveau gesunken. Meine Familie meint, ich soll den Job wechseln. Mit der Entscheidung tu ich mir schwer. Ich habe zum größten Teil sehr nette Kollegen. In einem Team mit 'kühlem Klima' könnte ich nicht arbeiten. Obwohl letzte Zeit reizt mich vieles, was die Kollegen sagen, was mir früher nichts ausmachte.
Ich bin ständig genervt und gereizt und schlecht gelaunt. Das ist gar nicht typisch für mich, da ich ein sehr fröhlicher und offener Mensch bin. Diese Tatsache führt wiedermal dazu, dass die Kollegen Fragen stellen, die ich nicht eindeutig beantworten kann. Und das verschlimmert die ganze Situation.
Ich sehe langsam keine Lösung für dieses Problem, als zu gehen. Aber ist es wirklich so oder habe ich etwas übersehen? Oder drücke ich mich vor der schwieriger Entscheidung?
Danke für die Hilfe!
ich stecke gerade beruflich in einer Sackgasse und brauche wohl etwas Orientierungshilfe. Meine berufliche Ausbildung habe ich recht spät angefangen, mit 39 (mein zweiter Beruf) und zwar im Betrieb, wo ich auch jetzt tätig bin. Es war nicht mein Wunschberuf, aber mit der Zeit habe ich ihn liebgewonnen.
Leider entwickelte sich alles anders als erwartet. Mir werden immer mehr Aufgaben genommen und nur die überlassen, die keiner haben will. Mein Job fördert mich nicht mehr. Ich langweile mich und kriege allein bei der Gedanke an die Arbeit schlechte Laune oder gar Kopfschmerzen.
Das Gespräch mit dem Vorgesetzten hat nur für kurze Zeit für Aufleben gesorgt. Inzwischen ist es wieder auf 'normales' Niveau gesunken. Meine Familie meint, ich soll den Job wechseln. Mit der Entscheidung tu ich mir schwer. Ich habe zum größten Teil sehr nette Kollegen. In einem Team mit 'kühlem Klima' könnte ich nicht arbeiten. Obwohl letzte Zeit reizt mich vieles, was die Kollegen sagen, was mir früher nichts ausmachte.
Ich bin ständig genervt und gereizt und schlecht gelaunt. Das ist gar nicht typisch für mich, da ich ein sehr fröhlicher und offener Mensch bin. Diese Tatsache führt wiedermal dazu, dass die Kollegen Fragen stellen, die ich nicht eindeutig beantworten kann. Und das verschlimmert die ganze Situation.
Ich sehe langsam keine Lösung für dieses Problem, als zu gehen. Aber ist es wirklich so oder habe ich etwas übersehen? Oder drücke ich mich vor der schwieriger Entscheidung?
Danke für die Hilfe!
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Lina,ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Ich kann verstehen, dass Sie das Gefühl haben, beruflich in einer Sackgasse zu stecken. Doch eigentlich sind die Umstände, die Sie schildern, sehr deutlich und klar.
Sie arbeiten in einer Firma, in der Ihnen immer mehr Aufgaben genommen werden, anstatt dass Sie gefördert werden. Sie langweilen sich und bekommen mittlerweile schon Kopfschmerzen oder schlechte Laune, wenn Sie nur an die Arbeit denken. Innerlich sind Sie längst in einer psychosomatischen Abwehrhaltung gegen Ihre Arbeit, was auch verständlich ist, wenn Sie meist Aufgaben übernehmen müssen, die Andere von sich wegschieben.
Es ist jetzt wichtig, dass Sie Ihre Gefühle und Empfindungen ernst nehmen. Können Sie sich vorstellen, dort noch weitere 5 Jahre zu arbeiten? Wovor genau haben Sie Angst, wenn Sie an eine Kündigung bzw. Arbeitsplatzwechsel denken? Nehmen Sie diese Fragen als Leitfragen, um zu einer klaren inneren Haltung zu kommen, die Sie wieder handlungsfähig werden lässt.
Momentan sitzen Sie die Situation aus und zweifeln an Ihren Empfindungen. Vertrauen Sie ruhig sich selbst, Sie werden dann nicht mehr das Gefühl haben, beruflich fest zu stecken.
Ich wünsche Ihnen alles Gute. Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
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Vielen Dank! Die Antwort hat mir sehr geholfen.




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