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Ich halte mein Leben nicht mehr selbst in den Händen

Ninith (w, 18) aus Schwerin: Ich habe mich schon mein Leben lang alleine gefühlt, hatte nie wirklich viele Freunde, war nie wirklich beliebt, das war allerdings auch nie wirklich ein Problem für mich, doch fühle ich mich gerade im Moment sehr einsam und auch sehr leer.

Ich empfinde an nichts was ich tue noch irgendeine Freude. Nicht einmal an meiner Leidenschaft dem Zeichnen. Alles was ich tue ist für mich eine Qual. Auch bedauere ich es jeden Tag aufs neue das meine Angst anderen, fremden Menschen gegenüber zutreten immer mehr zunimmt und sich deswegen jeder Schritt vor die Tür als Mühsal herausstellt.

Überall vermute ich das man sich über mich lustig macht, über mich redet, selbst im meinem Umfeld denke ich das. Allein gelassen fühle ich mich. Alleine mit meinen Gedanken und Gefühlen die mich auffressen. Das alles macht mich schlaflos und gleichzeitig müde. Ohne meinen Schlaf fühle ich mich ausgelaugt. Und ich kann nicht mehr klar denken.

Mein Körper fühlt sich immer mehr taub an und ich habe meine Emotionen schon lange nicht mehr unter Kontrolle, allerdings habe ich im Moment eine Phase in der ich überhaupt nichts fühle nur viel Schmerz in meinem Kopf, aufgrund meiner ganzen Gedanken die ich nicht loswerde.

Ein weiterer Punkt der mich jetzt so bedrängt ist das ich mein Leben nicht selber in meinen Händen halte. Es ging mir noch nie so schlecht, aber es hat auch keinen Grund warum es plötzlich so ist, ich meine mein Leben war bis jetzt die ganze Zeit so, warum stört es mich also gerade jetzt so? Was kann ich machen damit es aufhört?

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe Ninith,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Aus Ihren Zeilen entnehme ich viel seelischen Kummer, vielleicht sogar depressive Verstimmung, die Ihnen nicht richtig bewusst wird. Sie fühlen sich allein gelassen und das schon sehr lange. Bislang hat es Ihnen scheinbar nichts ausgemacht, doch die Einsamkeit und Leere waren immer da.

Eine wichtige Frage ist, ob man Gefühle zulässt oder verdrängt. Verdrängung ist ein wundervoller Mechanismus, um uns eine Zeitlang vor seelischer Überforderung zu schützen. Doch irgendwann reicht das nicht mehr, das Verdrängte steigt mehr und mehr ins Empfinden und Bewusstsein und sagt sprichwörtlich 'Beschäftige dich mit mir'.

Auch wenn Ihr Zustand gerade sehr belastend ist, so bietet er auch die Chance, dass sich etwas verändern darf. Ich empfehle Ihnen, sich therapeutische Begleitung zu suchen und die Gefühle des Sich-allein-gelassen-fühlens im geschützen Rahmen zu ergründen, zu verstehen und sich dann allmählich daraus zu lösen. Innerhalb dessen werden sich dann auch Ihre sozialen Ängste verändern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute,
mit herzlichem Gruß

Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Bewertung durch den Fragensteller:





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