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Ich fühle mich antriebslos und schwermütig

Sahra (w, 27) aus Hamburg:

Hallo,

seit knapp einem Jahr habe ich Antriebslosigkeit, Schwermut & übersensible Reaktionen, welche ich rational zwar sehe, emotional jedoch nicht verarbeiten kann. Obwohl ich mich bemühe zu ändern, bin ich nicht in der Lage.

Solange ich in Interaktion mit Menschen bin, z.B. auf der Arbeit, ist das Gefühl kaum vorhanden. Sobald ich allein / alleine mit meinem Freund bin ist es da.

Ich arbeite viel, bin nach der Arbeit müde & bin viel auf Dienstreisen, was ein ausgeglichenes Sozialleben / regelmäßige Hobbies schwierig macht.
Letztes Jahr wurde ich Tante, das Verhältnis zu meiner Schwester (1000 km entfernt) hat sich stark verschlechtert. Meine Familie (500 km entfernt) hat Probleme meinen Partner aus einem anderen Kulturkreis zu akzeptieren.

Letztes Jahr waren wir für 3 Monate getrennt, insgesamt sind wir aber seit über 2 Jahren zusammen. Seit der Trennung haben wir unsere Probleme gelöst & führen eine gesunde Beziehung. Meine traurige, antriebslose Seite macht ihm sehr zu schaffen & er versucht mit mir Auslöser zu finden.

Gibt es Wege das Ganze erst einmal strukturiert selber anzugehen?
Falls nein bzw. diese doch sinnvoll wäre: Psychologentermine sind bestimmt nicht so leicht zu finden - und dann auch noch mit der Arbeit unter einen Hut zu bringen. Was macht man da, bei einem Psychologen ums Eck anrufen und sagen 'hey, wollen sie mal mit mir reden?' Ganz zu schweigen, dass es sehr unterschiedliche Ansätze gibt & ich nicht weiß, welchen ich für mich passend finde...

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe Sahra,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Wenn ich Ihre Zeilen lese, überkommt mich ein Gefühl großer Überforderung. Sie führen ein Leben, in dem wenig Platz für Sensibilität und emotionaler Rückzug ist. Ihre Seele kommt nicht zu Ruhe, kann keine Kraft schöpfen. Denn ein ausgeglichenes Sozialleben ist bislang bei Ihrem Lebensentwurf kaum möglich.

Ich kann es gut verstehen, dass Sie sich deshalb antriebslos, schwermütig und traurig fühlen. Und es wichtig, dass Sie diese Gefühle ernst nehmen. Ob Sie das selbst angehen können, vermag ich nicht zu sagen. Denn es birgt auch die Gefahr, dass Sie sich weiter überfordern.

Deshalb würde ich Ihnen aus meiner Sicht eine psychotherapeutische Begleitung empfehlen. Die Methode ist dabei zunächst nicht so wichtig, sondern eher, dass Sie sich mit dem Therapeuten/ der Therapeutin wohlfühlen und sich anvertrauen können.
Und ja, die Termine müssten Sie dann in Ihr Leben integrieren, das ist gleichzeitig schon der erste Schritt raus aus Ihrem belastenden Hamsterrad.

Sie können Therapeuten direkt anrufen oder sich von der Krankenkasse eine Liste schicken lassen. Sagen Sie am Telefon einfach das, was Sie hier auch geschrieben haben. Das reicht völlig aus, um therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine andere Möglichkeit ist die Online-Therapie, die Sie jedoch selbst bezahlen müssten. Therapeuten finden Sie hier auf Psychomeda in der Theapeutendatenbank.

Ich wünsche Ihnen alles Gute
mit herzlichem Gruß

Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Bewertung durch den Fragensteller:
Hallo Frau Wagner, danke für Ihre Antwort. Ich muss mir noch einmal die Karten legen, wie es weiter geht, aber sie haben mir dabei sehr geholfen.





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