Ich bin unzufrieden und mir wird gerade alles zu viel
Nancy (w, 24) aus Erkelenz:
Hallo liebes Psychologenteam,
ich habe ein Problem. Zur Zeit habe ich irgenwie das Gefühl, dass einfach alles zu viel für mich wird. Früher zum Beispiel bin ich oft abends noch zu Freunden gegangen. Heute fehlt mir hierzu jegliche Motivation. Ich lege mich lieber alleine ins Bett und schaue einen Film. Dafür schaffe ich es jedoch auch nur sehr schwer morgens überhaubt aus dem Bett zu kommen.
Weiter konnte ich mir früher Ziele stecken und habe mich immer unglaublich darüber gefreut, wenn ich hier und da mal ein Erfolgserlebnis beim verfolgen eben dieser Ziele hatte. Heute kann ich kleinere Erfolgserlebnisse nur zur Kenntnis nehmen und mich irgendwie nicht richtig darüber freuen.
Ich will unbedingt was ändern aber ich schaffe es nicht. Ich finde irgendwie keinen Ansatz und schaffe es grade auch hier irgendwie nicht das Problem richtig zu beschreiben. Ich bin so unzufrieden mit allem im Moment und habe mich irgendwie selbst verloren. Ich habe das Gefühl nicht angekommen zu sein.
Verfalle ich in eine Art Depression? Ich habe Angst mit meinem Hausarzt darüber zu sprechen und so lächerlich es klingen mag auch irgendwie Angst mir professionelle Hilfe zu suchen. Kánn ich auch mit Freunden darüber reden und ist es möglich, dass diese mir helfen?
Hallo liebes Psychologenteam,
ich habe ein Problem. Zur Zeit habe ich irgenwie das Gefühl, dass einfach alles zu viel für mich wird. Früher zum Beispiel bin ich oft abends noch zu Freunden gegangen. Heute fehlt mir hierzu jegliche Motivation. Ich lege mich lieber alleine ins Bett und schaue einen Film. Dafür schaffe ich es jedoch auch nur sehr schwer morgens überhaubt aus dem Bett zu kommen.
Weiter konnte ich mir früher Ziele stecken und habe mich immer unglaublich darüber gefreut, wenn ich hier und da mal ein Erfolgserlebnis beim verfolgen eben dieser Ziele hatte. Heute kann ich kleinere Erfolgserlebnisse nur zur Kenntnis nehmen und mich irgendwie nicht richtig darüber freuen.
Ich will unbedingt was ändern aber ich schaffe es nicht. Ich finde irgendwie keinen Ansatz und schaffe es grade auch hier irgendwie nicht das Problem richtig zu beschreiben. Ich bin so unzufrieden mit allem im Moment und habe mich irgendwie selbst verloren. Ich habe das Gefühl nicht angekommen zu sein.
Verfalle ich in eine Art Depression? Ich habe Angst mit meinem Hausarzt darüber zu sprechen und so lächerlich es klingen mag auch irgendwie Angst mir professionelle Hilfe zu suchen. Kánn ich auch mit Freunden darüber reden und ist es möglich, dass diese mir helfen?
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Nancy,ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Wir können im Rahmen dieser Online-Beratung leider keine Diagnosen stellen. Wenn Sie wissen möchten, ob Sie an einer Depression leiden, müssten Sie tatsächlich Ihren Hausarzt oder einen Facharzt für Psychiatrie & Psychosomatik aufsuchen.
Ich verstehe Ihr Problem so, dass Ihnen im Moment alles zu viel wird. Sie ziehen sich sozial zurück, sind lieber allein und können sich über das Erreichen von Zielen nur noch wenig freuen. Sie haben das Gefühl, sich selbst verloren zu haben und noch nirgendwo richtig angekommen zu sein.
Ich möchte Ihr Problem keinesfalls relativieren. Doch wenn Sie einen globalen Blick auf die Welt werfen, werden Sie feststellen, dass vieles gerade im Umbruch ist: politische Systeme, Hierarchien, Traditionen und Wertesysteme. Nichts hat im Moment mehr so richtig Bestand und befindet sich in einer Wandlungsphase. Auch unser Leistungsdenken wird sich langfristig verändern.
Dass Sie morgens nicht aus dem Bett kommen, muss nicht bedeuten, dass Sie gleich an einer Depression leiden. Es kann sein, dass Sie sich gleichermaßen in einer Phase befinden, in der alte Werte und Gewohnheiten nicht mehr für Sie funktionieren. Das Alte geht, aber das Neue ist noch nicht da - und die Zeit dazwischen fühlt sich oftmals orientierungslos und verloren an.
Seien Sie geduldig und liebevoll mit sich selbst, das ist schon der halbe Weg raus aus Ihrer Situation. Geben Sie sich Zeit und lassen Sie sich ruhig mit ein paar Beratungs- oder Therapiestunden begleiten, um seelische Entlastung zu bekommen und neue Orientierung zu gewinnen.
Sie entscheiden selbst, ob die Gespräche mit Freunden für Sie hilfreich sein könnten. Der Unterschied zu professionellen Beratern und Therapeuten liegt darin, dass diese sich ganz und gar auf Ihre Themen einstellen können. Doch am wichtigsten erscheint mir gerade, dass Sie es wagen, Hilfe anzunehmen und nicht alles in Ihrem Leben allein bewältigen müssen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute dafür,
mit herzlichem Gruß
Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
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