Emotionale Abhängigkeit: Wieso klammere ich mich so an andere Menschen?
Nena (w, 25) aus Schweiz: Hallo, ich bin 25 und habe nie richtig Verständnis, Liebe usw. erfahren und wenn ich mal denke nun versteht mich einer, dann klammere ich mich sofort an diese Person, so dass die dann schneller weg als gekommen ist.
Ich möchte dieses Klammern nicht mehr, ich kann jedoch nichts dagegen tun. Was kann ich machen um mich nicht mehr an jeden zu klammern, der mir ein wenig Verständnis und Zeit widmet?
Wieso kann ich nicht einfach genießen anstatt ihn ständig zu belästigen?
Ich möchte dieses Klammern nicht mehr, ich kann jedoch nichts dagegen tun. Was kann ich machen um mich nicht mehr an jeden zu klammern, der mir ein wenig Verständnis und Zeit widmet?
Wieso kann ich nicht einfach genießen anstatt ihn ständig zu belästigen?
Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:
Liebe Nena,
das Klammern an andere Menschen, die emotionale Abhängigkeit von ihnen hat viel mit der eigenen Unsicherheit und einer ambivalenten, wechselnden Selbstwahrnehmung zu tun.
Häufig ist es wie bei Ertrinkenden: Weil sie glauben, nicht schwimmen zu können, klammern sie sich an den anderen, dem es zu viel wird und der dann den Ertrinkenden von sich stößt, woraufhin dieser seine Klammerversuche in Panik noch verstärkt. So kommt es zu einem Kreislauf an dessen Ende sich der Ertrinkende abgestoßen und verlassen fühlt.
Die Lösung bestände darin, mehr auf seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und diese weiterzuentwickeln, nicht zu klammern, sondern von anderen zu lernen.
Die Ursache für das Klammern und die emotionale Abhängigkeit liegt jedoch oft in den unteren Schichten der Persönlichkeit begründet. Traumata, Ablehnung durch die Eltern, sexueller Missbrauch und andere schlimme Erfahrungen besonders in der Kindheit verhindern bei vielen Menschen, dass sich das sogenannte Urvertrauen bildet, das quasi das Fundament der Persönlichkeit darstellt. Unsicherheit, Instabilität, gleichzeitige Angst vor dem Alleinsein und vor Nähe sind oftmals die Folge. Wenn diese Symptome stark ausgeprägt sind, spricht man auch von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Ich würde Ihnen daher empfehlen, sich einmal an einen Psychotherapeuten zu wenden und die Symptome und mögliche Therapieansätze genauer zu besprechen. Oftmals zeigen sich erstaunliche Erfolge, wenn unter therapeutische Anleitung einfach nur Grundfähigkeiten im Umgang mit Unsicherheit und Ängsten in Beziehungen vermittelt werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
das Klammern an andere Menschen, die emotionale Abhängigkeit von ihnen hat viel mit der eigenen Unsicherheit und einer ambivalenten, wechselnden Selbstwahrnehmung zu tun.
Häufig ist es wie bei Ertrinkenden: Weil sie glauben, nicht schwimmen zu können, klammern sie sich an den anderen, dem es zu viel wird und der dann den Ertrinkenden von sich stößt, woraufhin dieser seine Klammerversuche in Panik noch verstärkt. So kommt es zu einem Kreislauf an dessen Ende sich der Ertrinkende abgestoßen und verlassen fühlt.
Die Lösung bestände darin, mehr auf seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und diese weiterzuentwickeln, nicht zu klammern, sondern von anderen zu lernen.
Die Ursache für das Klammern und die emotionale Abhängigkeit liegt jedoch oft in den unteren Schichten der Persönlichkeit begründet. Traumata, Ablehnung durch die Eltern, sexueller Missbrauch und andere schlimme Erfahrungen besonders in der Kindheit verhindern bei vielen Menschen, dass sich das sogenannte Urvertrauen bildet, das quasi das Fundament der Persönlichkeit darstellt. Unsicherheit, Instabilität, gleichzeitige Angst vor dem Alleinsein und vor Nähe sind oftmals die Folge. Wenn diese Symptome stark ausgeprägt sind, spricht man auch von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Ich würde Ihnen daher empfehlen, sich einmal an einen Psychotherapeuten zu wenden und die Symptome und mögliche Therapieansätze genauer zu besprechen. Oftmals zeigen sich erstaunliche Erfolge, wenn unter therapeutische Anleitung einfach nur Grundfähigkeiten im Umgang mit Unsicherheit und Ängsten in Beziehungen vermittelt werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Bewertung durch den Fragensteller: 



Vielen Dank für die Antwort. Bin nun in psychologischer Behandlung.




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