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Welche Art der Therapie könnte hilfreich für mich sein?

LuMa (w, 25) aus Krefeld:

Hallo, mir gehts sehr schlecht. Ich fühl mich als ob ich sehr weit weg bin von mir selbst, meinem wahren ich und als ob ich verschwinde. Es kommt mir aber nur so vor, meine eigene Gefühlskopfwelt ist horrormäßig, ich grübel oft zwanghaft und finde es schwer, mich abzulenken.

Zwangsgedanken machen es mir sehr schwer, weiter zu kommen. Ich hab sehr viel Angst, manchmal bin ich zu wütend und nicht genug traurig. Ich finde es sehr schwer, ins reale Leben zurück zu finden. Ich hab Angst vor meiner eigenen Fantasieangstwelt und auch Angst vor dem echten leben.

Ich hab sehr viele Fehler in meinem Leben gemacht und mich komplett verrannt. Und ich hab ein Riesenproblem mich auf Menschen einzulassen. Manchmal merk ich, wenn ich so schreibe oder rede, dass es gar nicht alles so düster ist wie ich denke. Aber die Angst holt mich immer wieder ein.

Ich hab das Gefühl, gar nichts macht mehr wirklich Sinn, und ich weiß nicht wie ich leben soll. Ich hab schon positive Ideen, aber die erscheinen mir nicht wichtig. Ich hab das Gefühl, ich kämpfe nicht hart genug, weil ich mir auch das Leben mir nicht genug bedeutet. Jeder Tag ist anstrengend und belastend.

Ich nehme Baldorat 1 - 2 mal täglich. Und suche einen Psychotherapeuten. Welche Art der Therapie würden Sie mir empfehlen? Und was würden Sie mir allgemein raten?

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe LuMa,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Sie vermissen den Kontakt zu sich selbst und leiden unter Entfremdungsgefühlen. Aus dieser Perspektive ist es tatsächlich enorm schwer, das Leben konstruktiv zu gestalten und vertrauensvoll Beziehungen einzugehen. Ich kann verstehen, dass Sie dies wie eine permanente Anstrengung und Belastung empfinden.

Es ist gut, dass Sie sich jetzt einen Psychotherapeuten suchen. Was die Therapiemethode betrifft, so kommen quasi alle drei, von von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten Richtlinienverfahren in Frage: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte und psychoanalytische Psychotherapie. In der VT geht es mehr darum, neues Verhalten zu erlernen, in den tiefenpsychologisch-analytischen Therapien die lebensgeschichtlichen Hintergründe zu ergründen, zu erkennen und daraufhin Veränderungen einzuleiten.

Wenn Sie bereit sind, die Kosten selbst zu tragen, würde ich Ihnen eine Körperpsychotherapie empfehlen, da hier der Körper mit seinen Empfindungen gleichermaßen mit in die Therapie einbezogen wird. Dies kann z.B. bei frühem Bindungstrauma sehr hilfreich und wirkungsvoll sein.

Da ich Ihre Lebensgeschichte nicht kenne, kann ich Ihnen nur allgemein raten.

Wichtiger als die Methode ist jedoch, dass Sie eine vertrauensvolle Beziehung zum Therapeuten aufbauen können. Führen Sie probatorische Erstgespräche und prüfen Sie, wie wie der Kontakt zum Therapeuten sich anfühlt und ob Sie sich eine Therapie mit ihm oder ihr langfristig vorstellen könnten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute -
viele Grüße

Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Bewertung:
Danke. Es entlastet auch wenn nur für den Moment. Irgw. Verstanden zu werden.





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