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Ich habe mich in meinen Therapeuten verliebt und traue mich nicht dies anzusprechen!

Irrlicht (w, 53) aus Hamburg:

Liebes Psychologenteam,
ich bin ziemlich verzweifelt, denn seit knapp anderthalb Jahren bin ich in einer Verhaltenstherapie. Die Therapie ist wunderbar, denn hat mir schon viel gebracht und wurde auch schon einmal verlängert, aber trotzdem geht sie jetzt bald zu Ende!

Ich habe jedoch das Gefühl, dass ich noch mehr Zeit bräuchte, traue mich aber nicht, meinen Therapeuten darauf anzusprechen, aus dem einfachen Grunde, weil ich fürchte, mich in ihn verliebt zu haben!

Ich brauche seine Ratschläge doch noch so sehr, fürchte aber auch, dass ich viel zu sehr 'klammere', vor allem weil ich offensichtlich in ihn verliebt bin!

Aber das bringt ja nichts und kann auch nichts werden und dies ist mir auch völlig klar, denn ich kenne die strengen gesetzlichen Regeln und Vorschriften!

Dennoch ist es so, wie es ist! Zum einen habe ich wirklich das Gefühl, noch mehr Zeit zu brauchen und zum anderen traue ich mich nicht, ihn daraufhin anzusprechen, weil ich weiß, dass er genau spürt, wie es um mich steht!

Gesprochen haben wir darüber noch nicht, aber ich kenne etliche Leute, die meinen, dass ich das ihm gegenüber unbedingt zum Thema machen sollte! Doch dies wäre mir so unendlich peinlich und was würde es auch bringen? Viele Grüße und danke fürs Lesen! Katja


Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:


Vielen Dank, liebe Frau Katja, 
für Ihr Vertrauen in unseren Beratungsdienst,

aber leider haben Sie vergessen uns eine klare Frage zu stellen, welche Art der Hilfe, oder Wegweisung Sie sich von uns genau erwarten würden, zumal Sie ja bereits von mehreren Seiten durchaus kompetente Hinweise für ein empfehlenswertes und gesundes Verhalten bekommen haben!
 
Sie beschreiben lediglich die aktuelle Situation aus der eigentlich klar hervorgeht, daß Sie im Grund nur zwei Möglichkeiten haben, entweder weiterhin ängstlich in Ihrer Blockade zu verharren, um dann erleben zu müssen, wie die Therapie beendet wird, ohne daß dieses wichtige Thema besprochen wurde,
 
oder aber Sie ringen sich trotz aller Peinlichkeit dazu durch, Ihre Verliebtheit mutig zu gestehen, um einen wichtigen Schritt weiter zu kommen! Aber Sie tun es nicht, weil Sie stark daran zweifeln, daß dies überhaupt „etwas bringen“ würde!

Doch dieser Zweifel am einzig richtigen Vorgehen, scheint mir ehern eine bequeme Ausrede zu sein, um den sicherlich herausfordernden und anstrengenden „Hüpfer“ über den Zaun der ängstlichen Peinlichkeit vermeiden zu können!
 
Doch nur dieses offene Bekenntnis - zumal im Rahmen einer Therapie, die ja bekanntlich nur bei absoluter Wahrhaftigkeit funktionieren kann - würde Ihnen die erlösende Aufarbeitung dieses Themas ermöglichen und darüber hinaus wichtige Erkenntnisse über Sie selbst und Ihre gefühlsmäßigen Mechanismen bringen!

Aber vor allem würde dies längst überfällige Aussprache Ihr Selbstwertgefühl deutlich stärken, weil - sich zu seiner Verliebtheit und zu seinen Schwächen und Bedürfnissen zu bekennen - immer auch ein großer Schritt in Richtung zu größerem Selbstbewußtsein bedeutet und Sie nur so erfolgreich und emotional deutlich gestärkt aus dieser Therapie hervorgehen könnten!
 
Wer es wagt peinliche Dinge anzusprechen, zeigt einen hohen Grad von persönlicher geistig-seelischer, wie auch sozialer Kompetenz und stärkt damit sein Selbstachtung, wie er andererseits dadurch auch die Hochachtung seiner Mitmenschen gewinnt!
 
Sie sehen also liebe Katja, es würde sehr wohl etwas bringen, wenn Sie es fertig brächten, über Ihren Schatten zu springen, nach dem Motto:

'Wirft Dein Herz mutig voraus und Dein Körper wird folgen!'
 
Ich hoffe, daß ich Ihnen mit meinen Worten wieder etwas Mut machen und eine neue Richtung weisen konnte, aber vor allem aber wünsche ich Ihnen nun von ganzem Herzen viel Kraft und Zuversicht auf dem Wege zur inneren und äußeren Befreiung, damit Sie - nach einigen wichtigen Entwicklungsschritten – Ihrer Therapie mit dem gutem Gefühl des Erfolges abschließen und somit gestärkt und bereichert darauf zurück blicken können!

Auf diese Weise würden Sie auch wieder echte, unbeschwerter Lebensfreude empfinden, als die wichtigste Grundlage, um so eines Tages auch einer auf echter Gegenseitigkeit gegründeten Liebe zu begegnen!

Mit der Bitte um eine baldige Bewertung dieser kostenlosen Antwort
Grüße ich Sie für heute recht herzlich als Ihr

Psychomeda-Berater Rainer J. G. Schmidt
Dipl. Sozialpädagoge mit Psychotherapie
Rainerjg@T-Online.de – www.Rainer-JGS.de

P.S.: Wenn Sie noch Fragen haben oder eine Beratung wünschen, so können Sie sich gerne schriftlich oder telefonisch unter 09961/7255 direkt an mich wenden.

Vergessen Sie aber bitte nicht, diese Antwort zu bewerten und kurz zu kommentieren, denn ich wüßte doch gerne, ob ich Ihnen mit meiner Antwort ein Stück weiter helfen konnte. Herzlichen Dank und alles Gute!
Bewertung durch den Fragensteller:
Warum verändern Sie so sehr den Stil eines Textes?





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