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Mein Vater hat erhebliche psychische Probleme - was können wir tun?

farilari (w, 23) aus Mainz: Hallo,

wir vermuten bei meinem Vater ein kaufsüchtiges Verhalten, was mit Internetsucht, Depression und weiteren psychischen Problemen einhergeht. Wir sind als Angehörige sehr hilflos und benötigen Beratung, wie wir mit der Situation umgehen können.

Seit vielen Jahren tätigt er große Einkäufe, die in meisten Fällen unabgesprochen ablaufen. Diese Käufe haben sich in letzter Zeit stark gehäuft, die Kosten sind höher, die Mengen noch auffälliger geworden.

Zudem hat er sich sehr stark zurückgezogen und verbringt die meiste Zeit alleine am Computer. Gespräche mit ihm sind sehr schwierig geworden. Auf Nachfragen reagiert er mit Ausreden und Abwehr.

Außerdem klagt er über Erschöpfung und leidet unter starken Stimmungsschwankungen. Wir sind uns sehr sicher, dass mehrere psychische Probleme vorliegen und sind mit der Situation überfordert, da mittlerweile auch unsere finanzielle Lage darunter leidet. Wir bedanken uns für jede Hilfe.


Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe farilari,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Nach Ihren Beschreibungen weist Ihr Vater tatsächlich ein problematisches Suchtverhalten und eine depressive Symptomatik auf. Er zieht sich immer mehr zurück, verbringt seine meiste Zeit am Computer und reagiert auf Nachfragen abwehrend. Der emotionale Kontakt zu ihm ist abgebrochen und sie fühlen sich als Angehörige verständlicherweise mit der Situation überfordert.

Es ist jetzt wichtig, dass Sie sich professionell beraten lassen. Bitte setzen sich mit der Caritas an Ihrem Wohnort in Verbindung, um einen Beratungstermin zu vereinbaren (http://www.caritas-mainz.de/hilfe-amp-beratung/psychische-erkrankungen/psychische-erkrankungen. Außerdem käme auch noch der Sozialpsychiatrische Dienst als Anlaufstelle in Frage (http://www.mainz-bingen.de/de/Familie-Jugend-Asyl-Gesundheit-Soziales/Sozialpsychiatrie/Sozialpsychiatrischer-Dienst.php)

Die Situation ist vor allem festgefahren, weil Ihr Vater sich jeglicher Kooperation verweigert. Sie werden ihn mit seinem Verhalten, das er scheinbar nicht mehr willentlich steuern kann, konfrontieren müssen. Auf welche Weise Sie dies am besten schrittweise tun, werden Sie in den Beratungen erfahren.

Ich wünsche Ihnen alles Gute -
viele Grüße

Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie


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