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Ist seine psychologische Eignung zum Sportschützen gefährdet, wenn er eine Therapie machen würde?

Lucy (w, 25) aus Kleve: Hallo Psychomeda,

ich habe eine Frage die sich auch in Richtung Schweigepflicht eines Psychologen bewegt. Ein mir nahestehendes Familienmitglied hat vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten und seit dem (auch aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen) stark mit Stimmungsschwankungen und depressiven Phasen zu kämpfen. Aggressivität zeigt er nicht, weder gegen sich selbst noch gegen andere.

Dieses Familienmitglied ist leidenschaftlicher Sportschütze. Sein Hobby ist für ihn eine große Bereicherung und gibt ihm viel Lebensmut. Ich denke, dass eine psychologische Beratung/Therapie ihm helfen könnte, seine Emotionen besser in den Griff zu bekommen.

Er wäre psychologischer Unterstützung gegenüber an sich positiv eingestellt, jedoch hat er große Angst davor, sein Hobby zu verlieren, weil man aufgrund einer solchen Therapie ja potenziell seine psychologische Eignung zum Sportschützen anzweifeln könnte.

Können Sie mir und Ihm diese Ängste nehmen und das 'tatsächliche' Risiko beurteilen, dass so etwas passiert?

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:

Liebe Lucy,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. Ich muss Sie leider enttäuschen - im Rahmen dieser Online-Beratung kann ich aus der Ferne keine Einschätzungen vornehmen, zumal Sie auch noch die Fragenstellerin sind und nicht das Familienmitglied selbst.

Hinzu kommt, dass ich nicht über die rechtlichen Bedingungen informiert bin, die der sportlichen Ausübung des Schießens zugrunde liegen.

Wenn er bereit ist, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, so unterliegt der Psychologe der Schweigepflicht. Rechnet er mit einer gesetzlichen oder privaten Krankenkase ab, werden für die Kostenübernahme psychologische Berichte geschrieben, die den Gutachtern der Krankenkassen zur Bewilligung vorgelegt werden.

Dieses Procedere kann er nur umgehen, wenn er bereit wäre, die Therapie selbst zu finanzieren. Dann bedarf es keiner Diagnose, keines Berichtes. Die Schweigepflicht des Psychologen gilt solange keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem etwas weiterhelfen,

mit herzlichem Gruß

Anke Wagner
Heilpraktikerin f. Psychotherapie






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