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Ohne meinen Mann kann ich einfach nicht einschlafen!

Larissa (w, 38) aus Zürich:

Grüezi, liebes Beraterteam!
Ich kann einfach nicht recht deuten, was ich für ein Problem habe, aber es wird immer schlimmer.

Ich bin verheiratet und kann z.B. nicht alleine - ohne meinen Mann an meiner Seite - schlafen gehen, denn wenn ich alleine ins Bett gehe, fühle ich mich äußerst merkwürdig.

In mir baut sich ein höchst unangenehmes Gefühl auf das immer stärker und stärker wird. Ich werde immer unruhiger, bis ich nicht mehr still sein kann und mein Mann bitten muß, ebenfalls schlafen zu gehen!

Dadurch ist er verständlicher Weise sehr eingeschränkt. Dieses komische Gefühl tritt u.a. auch dann auf, wenn mein Mann nicht liebevoll auf das eingeht, was ich möchte. Es kommt dann sogar so weit, dass ich dieses Gefühl einfach nicht mehr kontrollieren kann, ich werde dann furchtbar gereizt und es artet dann sogar meist zu einem richtigen Streit aus!

Auch wenn er zum Beispiel abends das Handy mit ins Bett nimmt und noch Spiele spielt, oder mit Leuten schreibt, oder telefoniert - weil er noch nicht einschlafen kann - baut sich schon wieder diese Unruhe auf und dieses böse Gefühl übermannt mich, welches man als eine Art Druck auf der Brust beschreien könnte.

Wenn ich das Gefühl versuch einfach so stehen zu lassen und nichts dagegen zu unternehmen, so wird es immer schlimmer und ich habe dann das Gefühl, als drehe ich komplett durch und verlöre komplett die Kontrolle über mich!

Können Sie mir sagen, an was das liegen und was ich dagegen tun könnte? Denn es belastet meinen Mann, mich und unsere Ehe in zunehmender Weise!

Ich hoffe sehr auf einen hilfreichen Hinweise von fachkundigen Seite und bedanke mich schon einmal sehr herzlich im Voraus! Larissa

Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:


Vielen Dank, liebe Frau Larissa,
daß Sie uns hier so vertrauensvoll Ihr Herz ausschütten!

Die von Ihnen so selbstkritisch beobachteten und verständlich und lebensnah beschriebenen Empfindungen könnte man mit dem Wort 'Verlustangst' zusammen fassen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, so fühlen und benehmen sich praktisch wie ein Kleinkind, welches zu häufig von der Mutter allein gelassen wurde und deshalb diesen Zustand sehr fürchtet und ihn deshalb mit aller Macht zu verhindern sucht!

Vielleicht mußten Sie in Ihrer Kindheit ja sehr unter derlei Verlusten und Ängsten leiden, konnten diese dann im jungen Erwachsenenalter ganz gut überwinden und wurden jetzt davon wieder eingeholt!?

Was bei einem Kind durchaus verständlich und angemessen erscheint, wirkt bei einer erwachsenen und verheirateten Frau nicht nur verstörend, sondern kann auch deren Ehe gefährden und ihr ganzes Leben in eine ungute Schieflage bringen, wenn diesen Ängsten weiter nachgegeben und nichts dagegen unternommen wird!

Aber Sie haben ja schon einen ersten richtigen Schritt getan und hier um Rat und Hilfe nachgefragt, doch sollten Sie dabei nicht stehen bleiben, sondern Ihr Problem weiterhin mutig bei den Hörner packen und sich in fachkundige Hände begeben, um sich dauerhaft von den Schatten der Vergangenheit befreien zu können, insbesondere auch im Hinblick auf die Harmonie und das Glück Ihre Ehe!

Vor allem aber sollte Sie auch mit Ihren Ehemann offen über Ihre Empfindungen und Ihre Hilflosigkeit sprechen und in Zukunft statt einen Streit vom Zaume zu brechen, ihn um Entschuldigung für Ihr Verhalten bitten!

Im nächsten ganz wichtigen Schritte, könnten Sie beginnen, diese schier unerträglich erscheinenden Unlustgefühle mehr und mehr auszuhalten, in der Gewißheit, daß diese nur immer weiter zunehmen und öfters wiederkommen, je mehr man ihnen nachgibt - aber statt dessen ganz sicher weniger werden und schließlich ganz weg bleiben, wenn man ihnen tapfer widersteht und sich dafür eine Reihe von Ablenkungsmöglichkeiten ausdenkt, wie z.B.:

Einen kleinen Spaziergang um den Block machen, eine kühle Dusche oder ein warmes Bad gönnen, einen schönen Film anschauen, sich auf den Heimtrainer abstrampeln, einen lieben Menschen anrufen, alles aufschreiben was einem durch den Kopf geht und die Seele bewegt usw.!

Natürlich sollten Sie das Eine - wie oben beschrieben tun - aber doch das Andere - sich fachkundige Hilfe zu suchen - nicht lassen!

Da aber die Kassentherapeuten im deutschsprachigen Raum oft über viele Monate hinaus ausgebucht sind, so empfehle ich Ihnen, sich kurzfristig Hilfe bei einem der vielen staatlich geprüften und gut bewährten freien Therapeuten zu holen, die außerdem ein sehr viel breiteres Methodenspektrum anbieten können, als es der Kassentherapeuten erlaubt ist!

Darüber hinaus hat sich mittlerweile auch die so angenehm niederschwellige und kostengünstige Online-Beratung per Skyp, Telefon oder E-Post bestens bewährt und in bestimmten Fällen der Vorort-Beratung sogar als überlegen erwiesen!

Ich hoffe, liebe Larissa, Ihnen damit einige hilfreich Hinweise gegeben zu haben und stehe Ihnen darüber hinaus für Rückfragen gerne auch weiterhin zur Verfügung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie im Gegenzug diese meine kostenlose Antwort umgehend bewerten und auch kurz kommentieren könnten!

Für heute verbleibe ich mit allen guten Wünsche und lieben Grüßen als Ihre Psychomeda-Berater





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