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Meine erwachsene Schwester wird immer Dicker und hilfloser!

Donna (w, 27) aus Bückeburg:

Hallo zusammen!
Meine Schwester wird immer dicker und hat deshalb auch schon einige Probleme, z.B. tun ihr die Füße dauernd weh, sie ist auch nach kurzen Strecken immer schnell außer Atem!

Auch Autofahren kann sie seit kurzem nicht mehr, weil ihr Bauch so gegen das Lenkrad drückt, dass sie nicht mehr lenken kann.

Ihr ist das noch nicht einmal peinlich, sondern sie scheint vielmehr Stolz darauf zu sein. Meine Eltern und ich unterstützen sie, weil sie alleine nicht mehr zurecht kommt, indem wir sie jetzt überall hinfahren, oder auch für sie Aufräumen, weil es ihr zu anstrengend ist. Wo soll das noch hinführen? Wie dick will sie noch werden? Ihr scheint das alles egal zu sein. Wir wissen einfach nicht, wie wir sie zu einer Verhaltensänderung bewegen könnten, um ihr und uns zu helfen, denn es ist einfach nicht mehr mit anzuschauen! Vielen Dank für Ihre fachkundige Einschätzung und freundliche Grüße von Donna


Antwort vom Psychomeda Therapeuten-Team:


Vielen Dank, liebe Frau Donna,
daß Sie uns hier so vertrauensvoll Ihr Herz ausschütten, denn das selbst- und fremd-schädigende Verhalten Ihrer Schwester spricht eine deutliche Sprache und bedarf einer gründlichen Verhaltensänderung aller Beteiligten!

Es sieht fast so aus, als wollte Ihre Schwester - aus welchem Grund auch immer - sich selbst und/oder ihre Familie für etwas bestrafen, was Ihre Seele schwer gekränkt hat und was sie mit Worten nicht ausdrücken will oder kann. Dies kann weit zurück liegen, oder aber auch Zeitlich mit dem Beginn ihres Dickwerdens zusammen fallen.

Vielleicht leidet sie ja unter Liebeskummer, oder hat sonst ein schwer verkraftbares Leid erfahren?

Sie und Ihre Familie meinen es sicherlich nur gut, wenn Sie alles tun, um ihrer, immer dicker werdenden Schwester das Leben zu erleichter, bzw. ihr überhaupt noch ein normales Erwerbsleben zu ermöglichen.

Damit sind Sie aber zu co-abhängigen Familienangehörigen geworden, wie es in der psychologischen Fachsprache heißt. Ihre Aufgabe wäre es vielmehr, dieses Thema ganz offen mit Ihrer Schwester zu besprechen und Ihr zu einer Psychotherapie und einem gesunden Eßverhalten zu raten!

Dazu wird sie aber wahrscheinlich nur bereit sein, wenn Sie ihr nicht mehr alle selbst gelegten Stolperschwellen aus dem Wege räumen, sondern Sie mit der ganz normalen und natürlichen Härte der Folgen ihres Handelns konfrontieren, aber genau das verhindern Sie gerade durch Ihre übergroße Fürsorge!

Sprechen Sie also mit Ihrer Schwester, setzen Sie Ihr eine kurze Übergangsfrist von 2 Wochen und vermeiden Sie nach und nach weitgehendst alle Hilfeleistungen!

Neben der Anmeldung zur Psychotherapie und der Beantragung einer Reha-Kur für eßgestörte Menschen, sollte Sie vor allem schon beim Einkaufen, wie auch bei der Zubereitung immer auf gesundes, ballaststoffreiches und fettarmes Essen mit wenig Fleisch und viel Gemüse und Obst achten, woran sich aber die ganze Familie beteiligen müßte, wenn es funktionieren sollte!

Da die Wartezeiten für Kassentherapeuten überall sehr lang sind, empfehle ich Ihrer Schwester, erst einmal einige Stunden bei einem der staatliche geprüften freien Therapeuten zu nehmen, was heute auch ganz bequem Online, also per Skyp, Telefon oder e-schriftlich möglich ist und sich gerade für schwer bewegliche Menschen bestens bewährt hat!

In der Hoffnung Ihnen und Ihrer Familie damit einen entscheidenden Schritt weiter geholfen zu haben verbleibe ich mit allen guten Wünschen und der Bitte um eine möglichst umgehende Bewertung dieser kostenlosen Antwort, als Ihre Psychomeda-Berater





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