Validität
Validität: Überblick
Unter der Validität wird die Aussagekraft oder Vorhersagekraft eines psychologischen Tests verstanden. Die Validität ist damit das wichtigste Gütekriterium für psychologische Tests (die anderen Gütekriterien sind Reliabilität Objektivität und Fairness). Ein psychologischer Test ist dann valide, wenn sich wichtige und vor allem treffende Aussagen und Vorhersagen aus dem Testergebnis ableiten lassen.
Leider gibt es für viele psychologische Tests nur wenige oder keine Untersuchungen zur Validität; und oft sind die Ergebnisse enttäuschend. So können Intelligenztests beispielsweise noch recht gut den schulischen Erfolg vorhersagen, scheitern aber an der Vorhersage des beruflichen Erfolgs.
Überprüfung der Validität
Die Validität lässt sich mit folgenden Verfahren überprüfen. Oft muss dabei zwischen unterschiedlichen Zielgruppen unterschieden werden. Ein Test kann beispielsweise valide für Kinder sein, aber für Erwachsene keine Aussagekraft besitzen.
Was sagt der Test vorher: Hier wird versucht mit Hilfe der Testergebnisse andere Merkmale (beruflicher Erfolg) oder Verhaltensweisen (Rückfall bei Straftätern) vorherzusagen. Oft gelingt das nur sehr eingeschränkt, da meist viele Faktoren zusammenwirken. Sehr gute Tests können etwa 20 bis 30% der Unterschiede für ein Merkmal vorhersagen.
Extremgruppenvergleiche: Hier werden Gruppen von Menschen getestet, die sich stark voneinander unterscheiden (kranke - gesunde; erfolgreiche - nicht erfolgreiche). Die Testergebnisse sollten diese Unterschiede wiederspiegeln.
Anzahl von falschen und richtigen Entscheidungen: Hier wird ein Test zur Klassifikation eingesetzt und es wird überprüft, wie viele falsche und richtige Entscheidungen, z.B. bei der Auswahl von geeigneten Bewerbern, mit dem Test getroffen werden. Die Quote wird zudem mit anderen Entscheidungsverfahren (Expertenmeinung) verglichen.
Verwandte Themen: Fairness, Intelligenz, Objektivität, Persönlichkeitstests, Reliabilität
