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Schizophrenie - Lexikon der Psychologie

von Psychomeda-Redaktion

Schizophrenie: Überblick

Die Schizophrenie zählt zu den Psychosen und tritt in unterschiedlichen Formen auf. Kennzeichnend für Schizophrenien sind typische (oft wahnhafte) Denkstörungen (Betroffener glaubt, dass er von der CIA auserwählt wurde, um die Welt zu retten). Die Betroffenen fühlen sich von außen beeinflusst, kontrolliert und ferngesteuert. Sie haben das Gefühl, dass Ihnen Gedanken eingegeben oder entzogen werden. Oft hören sie kommentierende Stimmen, die in der dritten Person über den Betroffenen sprechen. Das Gefühlsleben ist oft verflacht. Schizophrenie wird von Laien oft mit einer Persönlichkeitsspaltung oder multiplen Persönlichkeit (zwei Ichs in einer Person) verwechselt - hat mir dieser aber nichts zu tun.

Selbstbildnis eines Schizophrenie-Patienten Katenzenbild von Louis Wain, gemalt, nachdem er an Schizophrenie erkrankte. Foto: Louis Wain [public domain] / Wikimedia Commons

Zum ersten Mal beschrieben wurde das Krankheitsbild von Eugen Bleuler im April 1908. Laut Bleuler ist das Krankheitsbild der Schizophrenie durch Störungen in vier Bereichen (4 As) gekennzeichnet:
- Affekte: Abgestumpfte Gefühle
- Autismus: Rückzug auf sich selbst, lebt in eigener Welt
- Sprunghafte, nicht nachvollziehbare Assoziationen
- Ambivalenz: Denken und Handeln passen nicht mehr zusammen, Denken schwankt hin und her

Schizophrenie: Symptome

Schizophrenie sollte nur durch einen erfahrenen Arzt diagnostiziert werden, nachdem mehrere Symptome über einen längeren Zeitraum aufgetreten sind. Zu den typischen Symptomen zählen:

Denkstörungen, z.B.:

  • Wahn mit Ich-Beteiligung (Betroffener wird von Außerirdischen verfolgt)
  • Gedankeneingebung (Gedanken werden per Funk gesteuert, erhält Befehle von Gott)
  • Gedankenentzug (alle wissen, was ich denke)
  • kann keine Entscheidungen mehr treffen
  • verlangsamtes, sprunghaftes Denken

Wahrnehmungsstörungen, z.B.:

  • Stimmen, die sich über den Betroffenen unterhalten
  • Halluzinationen

Störung des Gefühlslebens, z.B.:

  • Verflachung der Gefühle
  • Unpassende Gefühle und Gefühlsäußerungen
  • verringerter Antrieb / Motivation

Schizophrenie: Behandlung

Die Behandlung erfolgt je nach Ausprägung und Stadium medikamentös und oft unterstützt durch eine Psychotherapie zur Milderung der Krankheitsfolgen.

Schizophrenie: Fragen und Antworten

Ich habe bei mir Symptome einer Schizophrenie beobachtet. An wen soll ich mich wenden?

Wenden Sie sich an einen erfahrenen Psychiater. Die Diagnose einer Schizophrenie ist komplex und andere Ursachen müssen ausgeschlossen werden.

Muss eine Schizophrenie immer medikamentös behandelt werden?

Vielfach gibt es keine andere Möglichkeit. Die Medikamente werden dabei individuell auf den Betroffenen abgestimmt.

Wie hoch sind die Heilungschancen bei Schizophrenie?

Schizophrenien können auch durch Medikamente nicht geheilt, sondern nur gemildert werden. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen bleibt es bei einer einmaligen psychotischen Phase. Bei etwa zwei Drittel kommt es zu weiteren psychotischen Phasen wobei der Verlauf schwer vorhersehbar ist.

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Diagnosekriterien nach ICD10 (www.dimdi.de)

Informationen zur Schizophrenie von Hexal (www.schizophrenie.hexal.de)

Informationen zur Diagnose und Verlauf (www.psychiatrie.de)

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